Monika Piel bleibt bis 2019 WDR-Intendantin

Abstimmung im Rundfunkrat: Mit 34 Ja- und sieben Nein-Stimmen hat sich der WDR-Rundfunkrat für eine zweite Amtszeit von Intendantin Monika Piel ausgesprochen. Das Gremium sagt zudem Ja zur umstrittenenden Reform von WDR3.

Text: Markus Weber

31. May. 2012

Mit 34 Ja- und sieben Nein-Stimmen hat sich der WDR-Rundfunkrat für eine zweite Amtszeit von Intendantin Monika Piel ausgesprochen. Zwei Ratsmitglieder enthielten sich bei der Abstimmung in Köln. Damit kann die 61-Jährige bis zum Jahr 2019 im Amt bleiben. Bei der Abstimmung gab es allerdings keinen Gegenkandidaten - was Kritiker bemängeln.

Piel ist seit 2007 Intendantin des Westdeutschen Rundfunks - der größten Senderanstalt innerhalb der ARD. Sie ist jedoch nicht unumstritten. Unter anderem wird ihr vorgeworfen, für das Thomas-Gottschalk-Quotendesaster am ARD-Vorabend mitverantwortlich zu sein. Piel war bei der Verpflichtung von Thomas Gottschalk die treibende Kraft. Auch der Streit mit den Verlegern um die Tagesschau-App und um das Internet-Engagement der Öffentlich-Rechtlichen konnte bislang nicht beigelegt werden.

Beschlossen hat der Rundfunkrat des Weiteren in einer strittigen Sache: Trotz heftiger Proteste von Hörern hat das Gremium WDR die Reform seiner Kulturradiowelle WDR3 abgenickt. Der Rundfunkrat macht damit den Weg für die Programmveränderungen frei. Unter anderem soll das  einstündige Musikfeature künftig an Feiertagen und zu besonderen Anlässen etwa zehn Mal im Jahr laufen. Zudem  soll es ein zusätzliches Journal geben. Rund 19.000 Hörer hatten zuvor einen Offenen Brief gegen das Vorhaben unterzeichnet, darunter Prominente wie Richard David Precht und Elke Heidenreich. Sie fürchten Kürzungen, Streichungen und Wiederholungen.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



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