Feilen an der Männer-Marke :
Nitro mit noch mehr Fußball

"FC Arbeitslos - Zurück ins große Spiel": Mit dieser Fußballer-Doku baut Nitro sein Profil als Männersender (mit Herz für Frauen) aus.

Text: Judith Pfannenmüller

Die einzigen, die in der Nitro-Doku "FC Arbeitslos" einen Job haben: Das Trainerteam Peter Neururer (l.) und Co-Trainer Frank Heinemann
Die einzigen, die in der Nitro-Doku "FC Arbeitslos" einen Job haben: Das Trainerteam Peter Neururer (l.) und Co-Trainer Frank Heinemann

Der Männersender Nitro aus dem Hause RTL baut sein Programm rund um das Thema Fußball weiter aus und will damit sein Profil als Männersender schärfen. Mit "FC Arbeitslos - Zurück ins große Spiel" geht Ende Oktober eine sechsteilige Doku-Reportage über vereinslose Profi-Fußballer auf Jobsuche an den Start. Sie begleitet junge Fußballer ohne Anschlussvertrag auf dem steinigen Weg zur Erfüllung ihres Profi-Traums.

Das geht nicht immer gut und ist mit Emotionen verbunden: Bei manchen, die sich im Profi-Trainingscamp der Spielergewerkschaft VDV (Verein der Vertragsfußballer) fithalten, während sie auf der Suche nach einem Vertrag sind, platzt der Traum - es folgt der Gang zum Arbeitsamt. 

"FC Arbeitslos" wird montags um 21 Uhr 15 vor das Bundesligaformat "100 Prozent Bundesliga" mit Laura Wontorra geschaltet und um Mitternacht wiederholt.

Es ist das zweite Fußball-Doku-Format, mit dem Nitro die kürzlich angelaufenen Live-Übertragungen der Europa League (die sich der Sender mit RTL teilt) abrundet. Die siebenteilige Doku "Countdown für Europa - Eintracht Frankfurt" begleitet Eintracht Frankfurt auf dem Weg durch die Europa League.

Jenseits von Fußball hat sich Senderchef Oliver Schablitzki vorgenommen, die Männermarke mit unterhaltsamen Dokus weiter auszubauen. Mindestens acht bis zehn Formate werden derzeit entwickelt, pilotiert oder gehen bereits in Serie. Am Sonntag läuft etwa der Pilot "Die Abenteuer des Herrn Lukas" mit Florian Lukas an. Die Staffel  "Kobras - Die Mofa-Gang" geht bereits in Serie.

Schablitzki freut sich aktuell über zwei Prozent Marktanteil in der Zielgruppe 14- bis 59 Jahre, darunter 56 Prozent Männer, die im Kern zwischen 30 und 49 Jahre alt sind. Die Arbeit an der Marke zahle sich langsam aus: Nitro habe sich 2017 in die Top Ten der TV-Sender geschoben, sagt Schablitzki.


Autor:

Judith Pfannenmüller
Judith Pfannenmüller

ist Korrespondentin für W&V in Berlin. Sie schaut gern hinter die Kulissen und stellt Zusammenhänge her. Sie liebt den ständigen Wandel, den rauhen Sound und die thematische Vielfalt in der Hauptstadt.