Umbau beim Jalag-Magazin :
"Petra" mit neuer Chefredakteurin und Abbau im Moderessort

Nina Maurischat verlässt den Jalag-Frauentitel "Petra". Eine Nachfolgerin für die Chefredaktion ist bereits gefunden. Doch auch beim Moderessort gibt es Änderungen.

Text: Lisa Priller-Gebhardt

Mehr als sechs Jahre hat Chefredakteurin Nina Maurischat bei der Zeitschrift "Petra" den Chefsessel innegehabt. Nun geht die 43-Jährige und soll in einigen Wochen ihren neuen Job antreten. Ihre Position ist bereits neu besetzt: Claudia Delorme wird neue Chefredakteurin des monatlichen Frauenmagazins aus dem Hamburger Jahreszeiten Verlag (Jalag). Sie sammelte unter anderem Erfahrungen als stellvertretende Chefredakteurin von "Amica" und "Maxi" und als Modechefin von "Grazia".

Delorme, zuletzt für den Titel "Intouch Style" verantwortlich, folgt Mitte des Jahres auf Maurischat, "die den Verlag auf eigenen Wunsch verlässt", wie das Unternehmen betont. Nina Maurischat wird die Redaktion bis zum Tätigkeitsbeginn ihrer Nachfolgerin leiten. Claudia Delorme übernehme dann bis auf Weiteres als Fashion Director auch die Leitung des Moderessorts, wie es heißt.

Durchgesickert ist zuvor, dass es harte Einschnitte beim Monatstitel geben wird. Dem Vernehmen nach baut der Verlag eben dieses Moderessort ab. Der Verlag bestätigt nun, dass "im Zuge der Neuordnung der Redaktionsleitung" die Mode-Ressortleiterin Ines Stüben den Verlag verlassen werde. Auch ihre Stellvertreterin Silja Lange soll offenbar diesen Einsparungen zum Opfer fallen. Ebenso sollen die Korrespondenten in Mailand und Paris ihre Kündigungen erhalten haben.

Der Verlag beschäftigt seit 2010 keine Redakteure mehr. Damals wurde das System umgestellt und jedes Ressort nur noch mit jeweils einer Ressortleitung und einer Stellvertretung besetzt. Freie Redakteure haben zugearbeitet.

Die Auflage der Zeitschrift "Petra" blieb in den letzten 12 Monaten weitgehend stabil. Laut IVW betrug die verkaufte Auflage im vierten Quartal des Vorjahres 165.208 Hefte und lag damit sogar ganz leicht über dem vierten Quartal 2014. Im Einzelkauf gibt es ein ähnliches Bild: 65.555 Exemplare wurden vierten Quartal 2015 abgesetzt. Nur etwa 2000 weniger als im Vorjahresquartal. Bei den Abos gab es dagegen eine leichte Steigerung um 2000 Stück.

Zeitschriftenvorstand Ingo Kohlschein hebt in der Meldung zur neuen Chefredaktion hervor: "Petra ist erfolgreich - Reichweite und Auflage haben sich sehr gut entwickelt und wir haben erheblich Marktanteile gewonnen." Die Reichweite des Magazins beträgt laut MA 2016/I über 1,1 Millionen Leserinnen. Damit erreiche "Petra" mehr Frauen in Deutschland als die Wettbewerber "Maxi" und "Myself" zusammen.

lip/ps 


Autor:

Lisa Priller-Gebhardt
Lisa Priller-Gebhardt

schreibt als Autorin überwiegend für W&V. Im Zentrum ihrer Berichterstattung steht die geschwätzigste aller Branchen, die der Medien. Nach der Ausbildung an der Burda Journalistenschule schrieb sie zunächst für Bunte und das Jugendmagazin der SZ, Jetzt. Am liebsten sind ihr Geschichten der Marke „heiß und fettig“.