Freenet TV erklärt Pläne :
Privat-TV über DVB-T2 wird 69 Euro kosten

Freenet TV legt die Pläne fürs neue HD-Fernsehangebot via DVB-T2 offen - und verkündet eine Jahresgebühr von 69 Euro für Privat-TV-Empfang.

Text: Petra Schwegler

Freenet TV legt die Pläne fürs neue HD-Fernsehangebot via DVB-T2 offen
Freenet TV legt die Pläne fürs neue HD-Fernsehangebot via DVB-T2 offen

Satellitenhaushalte mit HD+ kennen das Prinzip bereits: Wer privates Fernsehen in hoch auflösender Qualität empfangen will, muss nach einem kostenlosen Testjahr 60 Euro jährlich an die Astra-Tochter überweisen. Wenn das digitale Antennenfernsehen vom neuen Anbieter Freenet TV im kommenden Jahr auf DVB-T2 und damit HD umgestellt wird, wird auch dort ein Obulus fürs Privat-TV fällig.

Ab dem 1. Juli 2017 fordert Freenet TV im Rahmen der Aufnahme des DVB-T2-Regelbetriebs 69 Euro pro Jahr für die verschlüsselten Privatsender ein. Verwalten wird die Einnahmen das von Freenet übernommene Media Broadcast, das den Preis einige Wochen nach Start des Testbetriebs jetzt bekannt gegeben hat. Beim Kauf des Kölner Dienstleisters war bereits bekannt geworden, dass DVB-T2 eine kostenpflichtige Variante enthalten wird.

Gezahlt werden soll der Beitrag – ähnlich bei wie HD+ - über eine Guthabenkarte im Prepaid-Verfahren. Eine solche Karte kann wahlweise im stationären Handel oder über den Online-Shop von Freenet TV für 69 Euro gekauft werden.

Doch der TV-Empfang via DVB-T2 sorgt für weitere Kosten: Er setzt die Anschaffung neuer Geräte voraus. Ein neuer Receiver fürs HD-fähige Antenne-Fernsehen muss her – auch fürs öffentlich-rechtliche Angebot, das weiterhin ohne Jahresgebühr geschaut werden kann. Für die privaten Sender wird bei einem DVB-T2-fähigen TV-Gerät noch ein CI-Modul nötig. Kostenpunkt: rund 80 Euro.

DVB-T2 wird seit 31. Mai in deutschen Ballungsräumen getestet. Ab dem 29. März 2017 startet der Regelbetrieb, der auch für die verschlüsselten Privatsender drei Monate lang kostenlos sein wird. Zum 1. Juli kommenden Jahres fallen dann die oben genannten Gebühren an.

Ende März 2017 wird der alte DVB-T-Standard stufenweise abgeschaltet – rund 1,9 Millionen Haushalte (Stand: Dezember 2015) sind hierzulande vom Wechsel des Systems betroffen. Vorteil fürs neue DVB-T2-Angebot von Freenet: Das Senderpaket über Antenne, das derzeit die privaten Programme von RTL, Vox, Sat.1 und ProSieben enthält, wird dann um die Sender RTL Nitro, Super RTL, RTL II, n-tv, Kabel eins, Sixx, Sat.1 Gold und ProSieben Maxx erweitert.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.