Get the F*ck out of my House :
ProSieben startet mit Containershow ins neue Jahr

100 Fremde in einem Einfamilienhaus: Aus Holland importiert ProSieben die Reality-Show "Get the F*ck out of my House". Die ein bisschen an Big Brother erinnert.

Text: Susanne Herrmann

Bällebad bei GTFOOMH - Get the f*ck out of my House: Erste Eindrücke der ProSieben-Show mit Thore Schölermann und Jana Kilka bietet Ufa Show & Factula online.
Bällebad bei GTFOOMH - Get the f*ck out of my House: Erste Eindrücke der ProSieben-Show mit Thore Schölermann und Jana Kilka bietet Ufa Show & Factula online.

Statt eines eigens eingerichteten Containers (oder deren zwei) bekommen die Teilnehmer der Reality-Show "Get the F*ck out of my House" ein Einfamilienhaus. Das müssen sie sich allerdings teilen. Vier Wochen lang. Ausgelegt ist es für vier Personen - einziehen werden 100 Fremde. Wer am längsten durchhält, gewinnt 100.000 Euro. Abzüglich der Haushaltskosten.

So liest sich das Konzept der Sendung, die ProSieben ab Januar ins deutsche Fernsehen bringt. Im Gegensatz zu Big Brother, von uns als Vergleich herangezogen, ist die Konkurrenz größer, die Siegprämie kleiner - und es wird nicht rund um die Uhr gesendet: ProSieben wird das Format einmal die Woche zeigen, immer donnerstags um 20.15 Uhr. Den Sendeplatz bekommt dann später Heidi Klums Modelcasting GNTM (mit neuem Zeitschriftenpartner).

Als Produktion steckt Ufa Show & Factual hinter der Sendung; aus dem Haus stammen unter anderem die bekannten RTL-Formate DSDS, Supertalent und Bauer sucht Frau sowie Wer weiß denn sowas? (ARD). Moderiert wird die Show von den Ufa-Geheimwaffen Jana Kilka und Thore Schölermann, die privat ein Paar sind.

Ute Biernat, CEO UFA Show & Factual, erzählt, "Get the F*ck out of my House" habe bereits auf der TV-Messe in Cannes "für großes Aufsehen gesorgt". ProSieben-Chef Daniel Rosemann freut sich, dass Format gekauft zu haben, denn es handle sich um "eine elektrisierende Strategie-Reality-Show". Strategie deshalb, weil es natürlich darum geht, wer von den 100 Bewohnern den besten Plan hat, um im Haus zu bleiben. Bei vier Betten, einem Bad, einer Toilette und Nahrungsvorräten für vier Personen. Die Tür stehe dem, der fort wolle, immer offen, heißt es.

"Dicht gepacktes Drama und echte Emotionen" verspricht die Ufa. Denn: "Nur wer Ausdauer, Entschlossenheit und Sinn für Strategie beweist, kann gewinnen!" Woher die Ufa das weiß? Erstmals wurde Get the F*ck out of my House im Oktober 2016 in den Niederlanden ausgestrahlt.

Der Sendung gelang laut Produktion der beste Showneustart seit sechs Monaten bei RTL 5, sie übertraf den Senderdurchschnitt um 57 Prozent in der werberelevanten Zielgruppe. In Brasilien gibt es die Show ebenfalls: Dort heißt sie A Casa und war als Neustart 2017 so erfolgreich, dass die zweite Staffel schon bestellt ist.

Gedreht wurde im Mai

Zu bewerben brauchen Sie sich nicht mehr: Wie Kino.de berichtet, wurde im Mai in Mechernich-Satzvey gedreht; geplant war die Ausstrahlung der Show für die zweite Jahreshälfte. 

Beim Einzug war die Rundschau dabei und berichtete. Auch über die Auszugsbedingungen: Der gewählte Chef kann Mitbewohner vor die Tür setzen - ansonsten wird erwartet, dass viele freiwillig gehen.

In den Niederlanden produzierte die Show mit dem prägnanten Kürzel GTFOOMH Fremantle Media. Auf Facebook gibt es Eindrücke vom Projekt. Moderiert wurde das Spektakel von Nicolette Kluijver. Gewonnen hat Noah. Vom Budget übrige waren noch gut 46.000 Euro. Daraufhin gab's erst mal Schampus.


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Und setzt sich als ehemalige Textchefin und Gelegenheitslektorin für Sprachpräzision ein. Ihre Lieblingsthemen reichen von abenteuerlustigen Gründern über Super Bowl bis Video on Demand – dazwischen bleibt Raum für Medien- und Marketinggeschichten.