Personalie beim Audiovermarkter :
RMS-Chef Florian Ruckert hört 2017 auf

RMS-Chefposten zu haben: Florian Ruckert verlässt den Audiovermarkter im kommenden Jahr - für "eine neue berufliche Perspektive".

Text: Petra Schwegler

Florian Ruckert lässt die RMS in 11 Monaten hinter sich.
Florian Ruckert lässt die RMS in 11 Monaten hinter sich.

Florian Ruckert verlässt die RMS am 30. Juni 2017. Der Vorsitzende der Geschäftsführung des Hamburger Audiovermarkters hat den Aufsichtsrat am Mittwoch darüber informiert, dass er seinen Vertrag mit der RMS über diesen Zeitpunkt hinaus nicht verlängern werde. Bis dahin will Florian Ruckert aber an Bord bleiben und seinen Vertrag erfüllen. 

Nach fünf "erfolgreichen" Jahren an der Spitze der RMS sei es Zeit für "eine neue berufliche Perspektive", wie Ruckert seine Entscheidung begründet. Es sei ein guter Zeitpunkt; die RMS sei wieder in sehr guter Verfassung, viele Ziele wie eine Portfolioerweiterung und die Entwicklung der Funkpreise erreicht. Mit Anfang 50 wolle er es nun noch einmal "richtig wissen", so der RMS-Chef, der zuvor viele Jahre in der Vermarktung der Mediengruppe RTL Deutschland gewirkt hat.

Wohin es Florian Ruckert nun zieht - unklar. Er sei offen für alles. Der Manager wörtlich: "Ich gehe den Schritt ohne ein konkretes Angebot. Ich schließe nichts aus, weder ähnliche Jobs, kann Vermarktung sein, muss aber nicht. Kann Medien sein, muss aber nicht. Köln von Herzen immer, ist nach wie vor Lebensmittelpunkt, aber hängt vom Job ab."

Der RMS-Aufsichtsratsvorsitzende Kai Fischer bedauert die Entscheidung, die Ruckert dem Gremium wohl recht überraschend nach der Rückkehr aus seinem Urlaub bekannt gegeben hat. In Ruhe wolle der Vermarkter nun nach einem Nachfolger für den Geschäftsführer suchen. Für Kontinuität sorgt, dass Fischer und seine Kollegen einen anderen Vertrag verlängern konnten: Alexander Sempf, Geschäftsführer Verkauf an der Seite von Ruckert, bleibt an Bord. Damit wirkt ein Teil der bisherigen RMS-Spitze weiter am Markt. Aufgrund der doppelten Geschäftsführung und der Einigkeit bei strategischen Fragestellungen sei kein radikaler Umbruch zu erwarten, so Ruckert.