EMC und Mediaplus tüten Test-Cases ein :
RTL II testet neue Werbeformen im Addressable TV

RTL II, Vermarkter El Cartel Media und Mediaplus starten mit neuen Werbeformen und zwei Testkunden ins neue Jahr: mit Addressable TV.

Text: Petra Schwegler

- 3 Kommentare

Vertiefte Werbebotschaften am Smart TV: Saturn testet bei RTL II eine neue Addressable-TV-Werbeform aus.
Vertiefte Werbebotschaften am Smart TV: Saturn testet bei RTL II eine neue Addressable-TV-Werbeform aus.

Neues Jahr, neue Werbeformen: RTL II testet zwei neue Cases im Zukunftsmarkt der adressierbaren TV-Werbung. Saturn probiert den "Switch In Spot" aus, Lovescout 24 – bereits erfahren im Einsatz von Addressable TV - den "Switch In Reminder". Die zielgerichtete Platzierung der neuen Werbeformen bietet der RTL-II-Vermarkter El Cartel Media gemeinsam mit dem spezialisierten Partner Smartclip aus der RTL-Familie an.

Die Details zu den neuen Varianten von Addressable TV, die ECM mit zwei Kunden der Mediaagentur Mediaplus vereinbart hat:

- In der Variante "Switch In Spot" von Saturn wird dem Zuschauer nach dem Senderwechsel zunächst für wenige Sekunden das Programm und dann dynamisch im geteilten Bildschirm der TV-Spot unter Einblendung der Spotlänge zugespielt.

Targeting und Interaktionen sind hier genauso möglich wie Frequency Capping, das die Häufigkeit der Werbeeinblendung reguliert. Diese Werbeform wird im Januar im RTL II-Programm getestet.         

- Der "Switch In Reminder", den Lovescout 24 im im Januar und Februar bei RTL II ausprobiert, basiert auf einer klassischen TV-Platzierung und den Re-Targeting-Möglichkeiten von Addressable TV.
Nachdem zunächst ein TV-Spot im klassischen Werbeumfeld angezeigt wird, erhalten die Zuschauer anschließend einen Reminder im Splitscreen des gleichen Kunden - mit zusätzlichem Hinweis auf sofortige Programmfortsetzung. Auch hier erfolgt die Zuspielung zielgruppenspezifisch und ausschließlich an die Zuschauer, die den Spot zuvor gesehen haben.

- Umgesetzt werden die beiden Testfälle von der Mediaplus-Schwester Prex (Programmatic Exchange), die für den Einkauf und die Steuerung aller programmatischen Kampagnen der Agenturgruppe verantwortlich ist.

Mediaplus-Geschäftsführer Oliver Hey geht auf die Neuerungen ein: "Mit dem Switch-In Spot, der einem Pre-Roll gleichkommt, setzen wir erstmals echte Addressable-TV-Spots um – das ist ein großer Schritt gegenüber den bisherigen Addressable-TV-Werbebannern." Mittels Targeting könnten "hochrelevante Potenziale" im Sinne des Kunden Saturn gezielt angesprochen werden. Bei Lovescout 24 steigere der "dynamische und regionalisierte Reminder" die Spotwirkung und die persönliche Relevanz.

Addressable-TV-basierte Werbeformen steuern Werbebotschaften im linearen Programm über Adserver-Technologie zielgerichtet aus. RTL II und El Cartel Media arbeiten hier seit geraumer Zeit mit Smartclip zusammen. Auf Zuschauerseite muss ein ans Internet angeschlossenes Smart-TV-Gerät vorhanden sein.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.



3 Kommentare

Kommentieren

Anonymous User 5. Januar 2017

Ich glaube auch, Adressable ist dann eine echte Erfolgsgeschichte, wenn die Aussteuerungsmöglichkeiten für Bewegtbild-Spots innerhalb der Werbeblöcke genutzt werden. Bitte nicht noch einen Bewegtbild-Spot im Bewegtbild-Content. Geht gar nicht, auch nicht bei RTL2.

Anonymous User 5. Januar 2017

Mal abgesehen davon, dass ich den auf RTL II anrichtbaren Schaden für überschaubar halte. Glaubt man wirklich daran mit neuen Stalkingtricks die Akzeptanz und Effektivität von TV-Werbung zu verbessern? Aufdringlichkeit und Masse sind keine Erfolgsfaktoren.

Anonymous User 4. Januar 2017

Ein Grund mehr, dem Privatfernsehen fernzubleiben, wenn skrupellos in die Privatsphäre der Zuschauer eingedrungen wird.

Diskutieren Sie mit