Bilanz mit 5,1 Mio. Kunden :
Sky mit Kunden-Plus dank Hits wie Game of Thrones

Es läuft bei Sky - trotz der höheren Kosten für die Fußball-Bundesliga und auch wegen der Konzentration auf Serien. Cash-Cow: "Game oh Thrones".

Text: Petra Schwegler

Mit Staffel 7 erzielten "Game of Thrones" und die Intrigen von Westeros Top-Werte für Sky. Das schlägt sich in der Bilanz nieder.
Mit Staffel 7 erzielten "Game of Thrones" und die Intrigen von Westeros Top-Werte für Sky. Das schlägt sich in der Bilanz nieder.

Die Fantasy-Serie "Game of Thrones" hat dem britischen Pay-TV-Konzern Sky weitere Kunden beschert. Im ersten Geschäftsquartal, das von Juli bis September reicht, seien 160.000 neue Abonnenten hinzugekommen, heißt es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Dies seien 51 Prozent mehr als im Vorjahr.

90.000 der Neukunden kommen dabei aus Deutschland und Österreich, wie aus einer separaten Münchner Notiz zu erfahren ist. Im deutschsprachigen Raum, wo "Game of Thrones" mit Staffel 7 neue Reichweitenrekorde im Abo-TV erzielte, knackte Sky so die Marke von 5 Millionen Kunden (5,1 Millionen).

Der US-HBO-Hit sei inzwischen die am meisten geschaute Serie auf Sky, sagte Konzernchef Jeremy Darroch. Der Medienkonzern baut aber auch das Angebot an Eigenproduktionen weiter aus. Im Schnitt seien vier Neustarts pro Quartal in diesem Jahr geplant, heißt es. Dazu passt: Am Freitag läuft die in Deutschland produzierte Serie "Babylon Berlin" an.

Wichtig auch das Fußballgeschäft, bei dem Sky von dieser Saison an deutlich mehr an die Bundesliga-Holding DFL überweisen muss. Doch die Rechnung geht auf: Die Münchner verkünden nun den besten Bundesliga-Start seit vier Jahren - mit Steigerung der Zuschauerzahlen der Bundesliga und 2. Bundesliga um 26 Prozent.

Wie es für Sky läuft

Konzernweit legten die Erlöse im ersten Quartal um 5 Prozent auf 3,7 Milliaren Euro zu. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 11 Prozent auf 678 Millionen Euro. Im deutschsprachigen Raum zogen die Umsätze um 8 Prozent auf 551 Millionen Euro an. Das Ebitda kletterte hierzulande - trotz der gestiegenen Kosten für die Übertragungsrechte an Spielen der Fußball-Bundesliga - um 35 Prozent auf 25 Millionen Euro. 

Indes verzögert sich die Sky-Übernahme durch Rupert Murdochs 21st Century Fox. Wegen Wettbewerbsbedenken und auch mit Blick auf die Einhaltung journalistischer Standards will die britische Wettbewerbsbehörde erneut prüfen. Der Deal dürfte sich damit mindestens um sechs Monate verzögern oder könnte möglicherweise ganz scheitern.

Dem Murdoch-Konzern gehören bereits 39 Prozent an Sky. Schon 2011 hatte der Medien-Mogul vergeblich versucht, die volle Kontrolle über Sky zu erhalten. Damals ließ ein Abhörskandal bei der zu seinem Medien-Imperium gehörenden Sonntagszeitung News of the World den Plan scheitern.

ps/dpa


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.