Heißt auch: zusätzliche Einnahmen für Sky. "Ich bin überzeugt, dass wir mit dem Sender im Free-TV eine bessere Kapitalisierung als im Pay-TV erreichen können. Basis dafür wird eine deutliche Reichweitensteigerung sein", zitiert die dpa Carsten Schmidt. Die sorge zudem für "Abstrahleffekte", so der Sky-Chef, "durch die größere Reichweite". Davon verspreche sich der Fernsehbetreiber "mehr Aufmerksamkeit von Menschen, die bisher noch keine Kunden sind".

Dennoch bedeute das nicht, dass sich die Free-TV-Sender bald um einen neuen Konkurrenten sorgen müssen. "Das ist nicht der Beginn einer großen Free-TV-Offensive", sagte Schmidt: "Pay bleibt unser Kerngeschäft." Und doch: Sky titelt in seiner hauseigenen Pressemitteilung zum Thema, Sky Deutschland starte "ersten Free-TV-Sender" - das lässt durchaus den Schluss zu, dass weitere folgen könnten. Schmidt: "Der Start des ersten Free-TV-Senders ist ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung von Sky Deutschland."

Es ist wohl auch ein Schritt mit Blick auf die wachsende Konkurrenz. Vor allem Eurosport expandiert, seit Discovery die Mehrheit übernommen hat. Nach dem Kauf der Olympiarechte für den gesamten europäischen Markt vor einem Jahr erwarb das US-Unternehmen nun auch Bundesligarechte (das Paket mit den Freitagsspielen). Eurosport darf ab der Saison 2017/18 exklusiv 40 Bundesliga-Spiele, die Erstliga-Relegation sowie den Supercup zeigen. Weitere Konkurrenten sind die englische Perform Group (in Deutschland mit Spox.com und Goal.com aktiv). Die Gruppe kaufte bei der Bundesligarechte-Auktion die Highlight-Clips, die im Pay-Bereich 40 Minuten nach Abpfiff der Spiele gezeigt werden dürfen. (sh/mit dpa)


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Die Lieblingsthemen von @DieRedakteurin reichen von abenteuerlustigen Gründern über Medien und Super Bowl bis Streaming. Marketinggeschichten und außergewöhnliche Werbekampagnen dürfen aber nicht zu kurz kommen.