So will der MDR die Grenzen zwischen TV und Internet aufheben

Der trimediale Chefredakteur Stefan Raue schiebt beim MDR Projekte an, bei der früher übliche Formatgrenzen nicht mehr existieren...

Text: Petra Schwegler

Der MDR will zur crossmedialen Größe werden. Der Weg ist schon gefunden: Die ARD-Anstalt will dafür journalistische Darstellungsformen entwickeln, an denen die Bereiche Fernsehen, Hörfunk und Online mit ihren spezifischen Qualitäten beteiligt sind.

Derzeit gebe es drei Arbeitsgruppen,die sich mit je einem multimedialen Projekt befassten, so MDR-Chefredakteur Stefan Raue beim Medientreffpunkt Mitteldeutschland in Leipzig. Eines der Projekte ziele auf eine "neue Form von außen- und innenpolitischer Berichterstattung", bei der die früher üblichen Formatgrenzen nicht mehr existierten, so Raue. Das Projekt werde im Internet starten und auch im TV weitergeführt. Raue ist vor einem Jahr als "trimedialer Chefredakteur" installiert worden. Auch der BR in München wird in diese Richtung umgebaut. 

Die öffentlich-rechtlichen Sender experimentieren derzeit sehr rege mit Crossmedialem – vor allem das ZDF, das seit 2011 immer wieder Ermittlungen zu TV-Kriminalfällen ins Internet verlängert. Im Kern wollen die Sender so wieder mehr junge Zuschauer an sich binden. 


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.