Hintergrund: DVB-T2 HD ist der Nachfolger des Antennenfernsehens DVB-T. Es bietet eine bessere Qualität (Full-HD) und mehr Programme (rund 40 in den Ballungsräumen). Gründe für den Umstieg sind die Reduktion der bisherigen Übertragungsfrequenzen und der zunehmende Zuschauerwunsch nach HD-Inhalten.

Im Rahmen einer ersten Stufe sind seit dem 31. Mai 2016 sechs Programme in ausgewählten Ballungsräumen über DVB-T2 HD empfangbar. Im Jahresverlauf 2017 und 2018 kommen weitere Regionen hinzu, in denen das gesamte Programmangebot verfügbar sein wird. Bis Mitte 2019 stellt der öffentlich-rechtliche Rundfunk zusätzliche Regionen auf DVB-T2 HD um. Die privaten Sender in HD zu empfangen wird ab dem Sommer eine Jahresgebühr in Höhe von 69 Euro kosten. 

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Werbung ist nötig – die Konkurrenz entsprechend groß: Vor allem Streaminganbieter preisen sich in aktuell als Alternative zu DVB-T2 HD an. So hat gerade Zattoo eine Online-Umfrage bei TNS Infratest in Auftrag gegeben, die zeigen soll, dass TV-Streaming zunehmend als "gleichwertige Alternative" zu terrestrischem und Satelliten-Empfang wahrgenommen werde.  "Allein 13 Prozent der von der DVB-T Umstellung betroffene Fernsehzuschauer wollen zum Fernsehen über das Internet wechseln. Dies entspräche 450.000 bis 500.000 TV-Zuschauern", lautet ein Ergebnis.



Petra Schwegler, Redakteurin
Autor: Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.