Social-Spot startet :
So will Sie die TV-Branche vom Umstieg auf DVB-T2 überzeugen

Auf Facebook und Youtube werben RTL, ARD und Co. am heutigen DVB-T2-HD-Aktionstag für den Wechsel des Systems beim digitalen Antennenfernsehen. 

Text: Petra Schwegler

"Kleine Antenne. Großes Fernsehen.": Dank DVB-T2 HD auch beim Angeln machbar.
"Kleine Antenne. Großes Fernsehen.": Dank DVB-T2 HD auch beim Angeln machbar.

Am 29. März ist DVB-T ein Fall für die Akten - dann ist in vielen Regionen Deutschlands nur noch der Nachfolgestandard DVB-T2 HD im Einsatz, um digitales Antennenfernsehen zu empfangen. Damit es mit dem Wechsel klappt und sich möglichst viele Zuschauer mit dem neuen Empfangsgerät ausstatten, gehen jetzt nach dem Dienstleister Freenet auch die Sender selbst in die Werbeoffensive.

Ab sofort wirbt ein Social-Spot bei Facebook und Youtube für den Umstieg auf DVB-T2 HD – pünktlich zum heutigen bundesweiten Aktionstag. Die 20 und 30 Sekunden langen Reklameclips beschreiben auf humorvolle Art die Verbindung der wichtigsten Eigenschaften von DVB-T2 HD: die beste Full-HD-Bildqualität gepaart mit der Nutzung im Freien und unterwegs. Das Motto: "Kleine Antenne. Großes Fernsehen." 

Hinter der Werbung steht das Projektbüro DVB-T2 HD, an dem die Mediengruppe RTL, ProSiebenSat.1, ARD, ZDF, VPRT und die Medienanstalten beteiligt sind. Spot und Aktionstag sollen auf die bevorstehende Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 HD hinweisen. Hier der Clip, wie er auf Youtube zu sehen ist:

Mit Einblendungen ins Programm werden zusätzlich alle Nutzer des Antennenfernsehens erneut informiert und darauf hingewiesen, sich rechtzeitig vor der Umstellung am 29. März in den Ballungsräumen geeignete Empfangsgeräte anzuschaffen – auch weil Engpässe bei der Verfügbarkeit der gewünschten Geräte drohen könnten. In vielen Rundfunkprogrammen  wie auch in Online- und Social-Media-Angeboten - bieten die beteiligten Sender am 15. Februar umfassende Informationen. 

Hintergrund: DVB-T2 HD ist der Nachfolger des Antennenfernsehens DVB-T. Es bietet eine bessere Qualität (Full-HD) und mehr Programme (rund 40 in den Ballungsräumen). Gründe für den Umstieg sind die Reduktion der bisherigen Übertragungsfrequenzen und der zunehmende Zuschauerwunsch nach HD-Inhalten.

Im Rahmen einer ersten Stufe sind seit dem 31. Mai 2016 sechs Programme in ausgewählten Ballungsräumen über DVB-T2 HD empfangbar. Im Jahresverlauf 2017 und 2018 kommen weitere Regionen hinzu, in denen das gesamte Programmangebot verfügbar sein wird. Bis Mitte 2019 stellt der öffentlich-rechtliche Rundfunk zusätzliche Regionen auf DVB-T2 HD um. Die privaten Sender in HD zu empfangen wird ab dem Sommer eine Jahresgebühr in Höhe von 69 Euro kosten. 

Wie der aktuelle Stand beim Umstieg ist – das lesen Sie hier

Werbung ist nötig – die Konkurrenz entsprechend groß: Vor allem Streaminganbieter preisen sich in aktuell als Alternative zu DVB-T2 HD an. So hat gerade Zattoo eine Online-Umfrage bei TNS Infratest in Auftrag gegeben, die zeigen soll, dass TV-Streaming zunehmend als "gleichwertige Alternative" zu terrestrischem und Satelliten-Empfang wahrgenommen werde.  "Allein 13 Prozent der von der DVB-T Umstellung betroffene Fernsehzuschauer wollen zum Fernsehen über das Internet wechseln. Dies entspräche 450.000 bis 500.000 TV-Zuschauern", lautet ein Ergebnis.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.