Studie: Mobile Werbung wirkt am besten in Deutschland

Werbung auf Smartphones und Tablets wirkt in Deutschland besser als in anderen Ländern. Die Deutschen kaufen danach eher ein - egal ob via PC, Smartphone oder direkt im stationären Handel.

Text: Anja Janotta

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Werbung auf Smartphones und Tablets wirkt in Deutschland besser als in anderen Ländern. Die Deutschen kaufen danach eher ein - egal ob via PC, Smartphone oder direkt im stationären Handel. Das zeigt eine aktuelle Studie von Nielsen. Prinzipiell scheint die Kaufbereitschaft zu wachsen, wenn eine Werbung auf Smartphone oder Tablet angesehen wurde. Fast ein Drittel der User geben an, dass sie nach einer entsprechenden Ansprache einen Kauf mit ihrem PC im Internet getätigt haben. Den Spitzenwert nimmt hier Deutschland ein: 32 Prozent der Tablet- und 34 Prozent der Smartphone-User haben in der Umfrage ihre Kaufbereitschaft dokumentiert. Italien, Großbritannien und besonders die USA haben nicht so kaufbereite User. In Nordamerika sind es beispielsweise nur 23 Prozent der Tablet- und 20 Prozent der Smartphone-Nutzer, die nach einer mobilen Werbung per PC Einkäufe tätigten.

Auch per Smartphone oder Tablet wird schneller eingekauft in Europa als in den USA. Besonders beim stationären Handel sind die US-Nutzer viel zögerlicher. Nur sechs Prozent gehen dort nach einer Werbung via Handy ins Geschäft, in Deutschland sind es 15 Prozent und in Italien sogar 18 Prozent. Tablet-User in allen vier untersuchten Ländern suchen auf ihrem Gerät gerne häufig nach weiterführenden Informationen zu den beworbenen Unternehmen - hier pendelt der Wert überall bei etwa 20 Prozent. Smartphone-Nutzer in den USA sind weniger neugierig: Hier recherchieren nur 11 Prozent auf eigene Faust noch weiter, wohingegen es in Italien immerhin 27 Prozent sind (Deutschland: 20 Prozent).

René Bellack, Vice President Client Service Telecoms Practice bei Nielsen in Deutschland, sieht die Werbung auf mobilen Endgeräten auf dem Vormarsch : "Tablets stellen eindeutig einen neuen und sehr effektiven Kanal für Werbungtreibende dar, um ihre Zielgruppen zu erreichen. Noch wichtiger ist, dass das Tablet offenbar ein Gerät ist, mit dem sich hohe Konversionsraten erreichen lassen.“

Tablets sind für die User nach wie vor begehrenswert In den kommenden fünf Jahren dürften in Deutschland annähernd 20 Millionen Tablets verkauft werden, prognostiziert eine Studie der Wirtschaftsberatung PwC. Im Jahre 2016 werden zwischen 10 und 15 Prozent der Konsumenten zu aktiven Nutzern flacher Computer mit berührungsempfindlichem Bildschirm zählen, im Jahr 2011 waren es erst zwischen drei und vier Prozent. Wie aus einer PwC-Befragung unter 1.000 Online-Nutzern im Januar 2012 hervorgeht, haben derzeit lediglich 36 Prozent der User gar kein Interesse am Erwerb eines Tablet-PC. Allerdings ist das Tablet vielen noch zu teuer: Ein Fünftel der Befragten würde ein Tablet kaufen, wenn es günstiger wäre.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.



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