"Süddeutsche Zeitung" mit neuem Erscheinungsbild

Die "Süddeutsche Zeitung" erscheint von Montag an in einem behutsam veränderten, neuen Layout. "SZ"-Chefredakteur Kurt Kister bekommt zugleich einen neuen Artdirector.

Text: Uli Busch

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Die "Süddeutsche Zeitung" erscheint ab Montag an in einem behutsam veränderten, neuen Layout. Die Zeitung wird noch besser lesbar sein, sie wirkt aufgeräumter, moderner und klarer. Ein Grund dafür ist ein reformiertes Schriftsystem, das speziell für die "SZ" entwickelt wurde. Alle in der "Süddeutschen" verwendeten Schriften sind nun Teil einer Schriftenfamilie, der neuen SZ-Text.

Die neue Gestaltung dient außerdem einer besseren Führung der Leser durch die Zeitung. So werden wiederkehrende Elemente wie Inhaltverzeichnisse, Autorenzeilen, Kommentare, Kolumnen, Informationskästen in einer über die gesamte Zeitung hinweg einheitlichen Form präsentiert. Kommentare, Kolumnen und Rubriken werden durch Schriften im SZ-Grün und neue Illustrationen akzentuiert. Der wichtigste Text jeder Seite wird optisch deutlicher von den anderen Texten abgesetzt. Außerdem wurde den Seitenköpfen aller SZ-Sonderseiten (SZ Wochenende, Reise, Mobiles Leben, Beilagen) ein einheitliches Erscheinungsbild gegeben. "Wir haben mit der Layout-Reform die inhaltliche und optische Vielfalt der Süddeutschen Zeitung erhalten und dennoch für ein einheitliches Erscheinungsbild gesorgt", sagt Wolfgang Krach, stellvertretender Chefredakteur der "SZ". Krach: "Die Zeitung wird schöner, moderner und übersichtlicher."

An der Grundstruktur der "Süddeutschen Zeitung" wird sich durch die Reform nichts ändern. Die ersten Seiten mit Streiflicht, dem Seite-1-Kasten, dem Thema des Tages (Seite 2), der Seite Drei und der Meinungsseite (Seite 4) bleiben inhaltlich unverändert. Auch die gewohnte Reihenfolge der Zeitungsbücher (Politik, Feuilleton, Wirtschaft und Sport) ändert sich nicht. Bildgrößen und Textmengen bleiben gleich. "Dies ist nicht einer der vielen, vor allem in der Branche beliebten Relaunches", sagt "SZ"-Chefredakteur Kurt Kister, "sondern nur eine Layout-Reform zum Nutzen unserer Leser und Abonnenten, die diese Zeitung aus guten Gründen so sehr mögen."

Die Reform berücksichtigt zudem Wünsche, die viele Leser an die Redaktion herangetragen haben. So wird die "Wissen"-Seite künftig täglich (statt bislang fünfmal pro Woche) erscheinen. Die "Leserforum"-Seite erscheint fünfmal pro Woche und erhält einen festen Platz, und zwar immer auf der vorletzten Seite des Feuilleton-Buches. Dienstags rückt an die Stelle des "Leserforums" das "Politische Buch".

Hinter dem Relaunch steht der neue "SZ"-Artdirector Christian Tönsmann. Der 43-Jährige berät die "SZ" seit Anfang 2011; am 1. Juni hat er gemeinsam mit seinem Vize Stefan Dimitrov, 41, die Leitung der Abteilungen Layout und Info-Grafik übernommen. Die neue Artdirection soll auch die digitalen Ausgaben der Zeitung und die Marke "SZ" gestalterisch weiterentwickeln. Tönsmann gehörte zuletzt zur Hamburger Design-Bürogemeinschaft ErlerSkibbeTönsmann. Zuvor arbeitete er bei den Hamburger Agenturen Factor Design und Mutabor mit den Schwerpunkten Editorial und Corporate Design. Stefan Dimitrov arbeitet seit 20 Jahren für die "Süddeutsche Zeitung", seit 2004 in verantwortlicher Position im Bereich Bild und Gestaltung, seit 2008 als stellvertretender Artdirector. Neben der "SZ" gestaltete er federführend die Neuen Produkte des Süddeutschen Verlages. Für seine Arbeit wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit verschiedenen European Newspaper Awards. (sv)

Die "Süddeutsche Zeitung" gehört ebenso wie der Verlag Werben & Verkaufen zum Süddeutschen Verlag.


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