Meist gelesenes Blatt bleibt mit großem Abstand Springers Boulevardzeitung Bild, die pro Ausgabe 9,77 Millionen Menschen erreicht. Im Vergleich zur MA vom Juli vergangenen Jahres ist das allerdings ein Rückgang von 190.000 Lesern. Für die Untersuchung wurden mehr als 136.000 Menschen nach ihren Lesegewohnheiten befragt, darunter auch deutschsprachige Ausländer.

Wie Zeitschriften abschneiden

Die meistgelesene Gattung bei den Zeitschriften ist nach wie vor die Programmpresse – deren ausgewiesene Titel eine Gesamtreichweite von 65,8 Prozent (MA 2017 Pressemedien I: 66,4) Prozent erreichen. Die Aktuellen Zeitschriften und Magazine finden Zugang zu 44,7 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung über 14 Jahren. Die Motorpresse kommt auf 28,2 Prozent Reichweite.

Bei einem Blick auf die Daten zeigt sich, dass sich an den Konstellationen wenig geändert hat. Bei den Zeitschriften etwa bleibt das Verbandsblatt ADAC Motorwelt mit einer Gesamtreichweite von 15,17 Millionen Lesern (Vor-IVW im Frühjahr: 14,98 ) deutlich an der Spitze, die TV-Beilage rtv folgt mit 9,37 und die "Bild am Sonntag" mit 8,91 Millionen Lesern – beide mit Verlusten.

Das Segment der Nachrichtenmagazine beherrscht das G+J-Flaggschiff Stern mit 6,83 Millionen Lesern vor Spiegel (6,56 Millionen) und Burdas Focus (4,62 Millionen) – der Letztgenannte mit Reichweitenzuwachs bei gesunkener verkaufter Auflage, wie die IVW erst vergangene Woche bekannt gegeben hatte.

Ebenfalls mit Leserzuwächsen: Bei den People-Blättern hat Burdas Bunte (4,43 Millionen Leser) nun deutlich die Nase vorn. Die Zeit erreicht nun 1,7 Millionen Leser. Als Zeitschriftenhaus mit der höchsten Gesamtreichweite - 32,76 Millionen Leser - meldet sich erneut Bauer zu Wort, das allerdings bei einzelnen Titeln auch verloren hat. 

Zur Erhebung der Reichweiten der Publikumszeitschriften wurden insgesamt 35.342 Personen in Deutschland befragt.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.