Stephen Bannon motzt in "NY Times" :
Trump-Berater: "Die Presse sollte ihren Mund halten"

Donald Trump und sein Chefberater Stephen Bannon legen im Krieg mit den Medien nach - in einem zornigen Interview mit der "New York Times".

Text: Petra Schwegler

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Diesen Medienkanal bevorzugt Donald Trump: Twitter.
Diesen Medienkanal bevorzugt Donald Trump: Twitter.

"Die Medien sollten sich schämen und ihren Mund halten, um für eine Weile zuzuhören." Mit diesem Ratschlag hat Donald Trumps Chefberater und Ex-Breitbart-Chef Stephen Bannon in einem Interview für die "New York Times" für einen erneuten Aufschrei der freien Presse gesorgt.

Bannons Sicht der Branche: "Die Medien haben null Integrität, null Intelligenz und keine harte Arbeit." Und: "Sie verstehen dieses Land nicht. Sie haben immer noch nicht begriffen, warum Trump Präsident ist", so der Chefberater.

Mit Blick auf den Wahlausgang sagte Stephen Bannon, die "Elitenmedien" hätten zu 100 Prozent falsch gelegen. "Deshalb habt Ihr keine Macht", sagte er. "Ihr wurdet gedemütigt. Ihr seid die Opposition. Nicht die demokratische Partei", motzt das Mitglied aus Donald Trumps Stab in der "NY Times". 

Strategie der Delegitimierung kritischer Medien

Donald Trump hat nach Amtsantritt gesagt, er befinde sich in einem Krieg mit den Medien. Er lässt seither keine Gelegenheit aus, weiteres Öl ins Feuer zu gießen. Bannons Interview macht klar, dass dieser fortgesetzte Streit einer Strategie der Delegitimierung auch kritischer Berichterstattung dient.

Das Weiße Haus will weiteres Misstrauen in Medien säen, während der Präsident selbst sich etwa über Twitter ungefiltert an die Öffentlichkeit wendet. Derweil hat Trump-Sprecher Sean Spicer offenbar versehentlich sein Twitter-Passwort in die Welt gezwitschert. Der Tweet ist inzwischen allerdings wieder gelöscht.

Wer sich übrigens über Trumps Mauer-Pläne zwischen den USA und Mexiko genauer informieren möchte - das deutsche "Spiegel"-Team hat ein sehenswertes Video dazu veröffentlicht. Und das Männer-Lifestyle-Magazin "GQ" aus dem Hause Condé Nast hat sich auch seine Art dem neuen US-Präsidenten genähert:

ps/dz/dpa


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.



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