Ersatz für Bio :
TV-Marke A&E kommt nach Deutschland

A&E ersetzt Bio: Die beliebten Serien des Münchner Abosenders bleiben erhalten, um den Erfolg der US-Pay-TV-Marke A&E hierzulande zu garantieren.

A&E kommt. Eine der erfolgreichsten Marken des US-Kabelfernsehens startet am 22. September als jüngster Pay-TV-Sender von A+E Networks Germany im deutschsprachigen Raum. Der Preis für den Launch: Der bisherige Abosender The Biography Channel (Bio), 2007 gestartet, muss weichen. A&E wird ihn ersetzen, neben History Platz nehmen und als eine der Kernmarken des amerikanischen Medienkonzerns A+E Networks fortan auch hierzulande senden. Doch Fans von Bio-Formaten wie "Duck Dynasty" und "Storage Wars – Die Geschäftemacher" müssen nicht bangen; A&E räumt ihnen Platz ein. Alles in allem heißt es vom Münchner TV-Unternehmen: "Die beliebten Serien von Bio bleiben erhalten, um den Erfolg von Bio mit A&E fortzusetzen und mit Hilfe des großen neuen Programmanteils und weiterer Eigenproduktionen zu forcieren." Die erste Eigenproduktion ist schon geplant; sie soll in vier Teilen als Weltpremiere ab Oktober ausgestrahlt werden.

Begleitet wird der Start von A&E mit einer umfangreichen Kommunikationskampagne. Im Mittelpunkt steht der Claim "Be original". Die Botschaft werde durch das 2014 "vollständig erneuerte Design von A&E unterstrichen" und gelte für den Sender, das Programm und dessen Protagonisten, aber auch als Aufruf in Richtung der Zuschauer, heißt es. Ein Großteil des A&E-Programms wird zusätzlich zur deutschen Sprachfassung im Originalton angeboten.

Vier Genres machen das Programm von A&E aus und prägen an jeweils einem beziehungsweise zwei Abenden die Primetime:

- Das Genre "Family" beinhaltet die jeweils neuesten Staffeln von Serien, in den das Familienleben der Protagonisten im Zentrum steht. Dazu gehören "Duck Dynasty" und die neue Serie "Wahlburgers" rund um die Familie der weltweit bekannten Brüder Donnie und Mark Wahlberg, deren Bruder Paul und dessen Burgerrestaurant in Boston.

-Unter dem Genre "Deals" sind Erfolgsformate wie "Storage Wars – Die Geschäftemacher", "Barter Kings – Die Tauschprofis" oder die brandneue Serie "Barry’d Treasure" vereint, in denen gehandelt und gefeilscht wird und die Protagonisten bis zum Ende jeder Episode nie wissen, ob sie zu den Gewinnern oder Verlierern gehören.

- "Crime" ist das Genre über Kriminelle und Kriminalfälle und beinhaltet unter anderem die Premiere der Reihe "Beyond Scared Straight" über ein Abschreckungsprogramm für straffällig gewordene Jugendliche.

 - "Paranormal" hingegen beleuchtet zum einen übersinnliche Phänomene, zum anderen verblüffen Mentalisten und Illusionisten wie Andrew Mayne in Erstausstrahlung mit ihren Tricks und Fähigkeiten.

Andreas Weinek, Geschäftsführer von A+E Networks Germany, bezieht den Sendestoff zum Großteil aus dem großen A&E-Produktionsportfolio und kombiniert sie mit weiteren Lizenzprodukten und der eigenproduzierten Serie. Über allem steht dieses Konzept: "Bei A&E stellen wir Menschen mit unterschiedlichsten Lebensentwürfen in den Mittelpunkt. Sie sind die Originale, die alle vier Genres des Senders mit Leben erfüllen. Durch eine klare Programmstruktur ermöglichen wir dem Zuschauer Orientierung und vereinen neue Staffeln bereits erfolgreicher Serien mit zahlreichen neuen Formaten", so der Senderchef. Das Ergebnis sei ein Programm, "mit dem wir unsere Zielgruppe optimal ansprechen können". Der erfolgreiche Trend, auf Serienformate mit realen Charakteren zu setzen, habe sich zuletzt bei Bio bewährt. Die Umfirmierung solel auch dazu beitragen, die Grenzen aufzulösen, die der Begriff "Biografie" im Sendernamen dieser Entwicklung gesetzt habe, heißt es.

Auch die Verantwortlichen hinter Bio wirken an A&E weiter mit. So ist Emanuel Rotstein, Director Production im Hause und verantwortlich für Reihen wie "Originaltoene", auch für die neue eigenproduzierte Serie auf A&E zuständig. Ab 1. September sind auch die Web-Präsenzen frei geschaltet.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.



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