Klick-Tipp :
Video: So lebendig sind die totgesagten Medienformen

Ein Forschungsfilm zeigt einen Trend: Wie alternative Szenen die Wertigkeit und das Handwerk des Medienmachens wieder entdecken und einen neuen Konsumtrend schaffen. Ein Klick-Tipp.

Text: Anja Janotta

06. Nov. 2014

"Follow Me on Dead Media" ("Folge mir auf toten Medien") - diesen programmatischen Titel hat der Professor Joonas Rokka seiner Forschungsarbeit gegeben. In einem Video zeigt er ausführlich, wie alte Medien und das Handwerk des Medienmachens in einigen modernen Szenen plötzlich wieder an Bedeutung gewinnen. Der Dozent der Neoma Business School porträtiert mit seiner Arbeit die alternative Skater-Szene in Helsinki und warum diese Vinyl dem MP3 vorzieht, analoge den digitalen Kameras sowie Schreibmaschinen und Tesafilm dem Setzprogramm des Computers.

Es geht den Kreativen hauptsächlich um Wertigkeit des Mediums. Der Chefredakteur eines alternativen Skatermagazins klebt seine Artikel noch von Hand und rubbelt von einer Folie Buchstaben dazu. 500 Stück Auflage hat sein Blatt je Ausgabe, erklärt der Chefredakteur des handgemachten Mediums dem Forscher. Rokka sieht darin den Anfang eines neuen Konsumtrends, der von einer aktiven alternativen Szene ausgeht.

Sein 30-Minüter wurde nun auf der Konferenz der Association for Consumer Research in Baltimore ausgezeichnet - als bester Forschungsfilm.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.



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