WDR Mediagroup :
VoD-Projekt Germany’s Gold hat bereits einen Vermarkter

Neben Germany’s Gold werden von der WDR Mediagroup weitere Film-Plattformen vermarktet. Die WDR-Tochter steigt damit in die Online-Vermarktung ein.

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Die WDR Mediagroup vermarktet künftig auch Online-Angebote. Ab Januar gehören die Werbeflächen der VoD-Portale cinedom.tv und freestar.tv zum Portfolio. Die beiden Portale der Autentic GmbH haben sich auf deutsche Unterhaltungsfilme sowie unabhängige Kinofilme spezialisiert und sind derzeit auch über die Entertain-Plattform der Deutschen Telekom abrufbar. Für den neuen Bereich wurde bei der WDR Mediagroup die Abteilung Interactive Marketing gegründet, die bei Nicole Schulze angesiedelt ist. Der Vertrieb läuft über Dirk Assenmacher.

Der Schritt gilt auch als strategische Entscheidung. Das Bundeskartellamt wird vermutlich noch in diesem Jahr den Start der Video-on-Demand-Plattform Germany’s Gold genehmigen. Hinter diesem ehrgeizigen Projekt stehen 17 Partner, darunter mehrheitlich Produktionsgesellschaften. Die WDR Mediagroup hat das Vorhaben, zu dessen Business-Plan auch Werbeeinnahmen gehören, maßgeblich voran getrieben: Sie wird deshalb vermutlich auch die Serien und Spielfilme der Plattform vermarkten. Das Portfolio im Film-Bereich dürfte auf Sicht auch nicht auf Germany’s Gold, cinedom.tv und freestar. tv beschränkt bleiben. Wie eine Sprecherin bestätigt, ist daran gedacht, im Bereich der qualitativ anspruchsvollen Bewegtbild-Inhalte in den nächsten Jahren weitere Mandanten zu finden.

Das Portal Germany‘s Gold (Arbeitstitel) ist vom Kartellamt grundsätzlich genehmigt worden. Derzeit werden von der Behörde noch die verschiedenen Geschäftsmodelle auf ihre Markttauglichkeit hin überprüft. Geplant ist, im nächsten Jahr mit rund 2500 Sendestunden aus den Bereichen Dokus, Ratgebersendungen, Shows, Serien und Spielfilmen zu starten. Das Management in Berlin sucht derzeit noch nach einem Namen für die Plattform. Der Name Germany’s Gold gilt als wenig geeignet, da auch die Märkte in Österreich und der Schweiz bedient werden sollen.


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