Bis zum legalen Joint ist es aber noch ein sehr weiter Weg in Deutschland – Ausgang: fraglich. Befeuert haben mag den Deutschen Hanfverband in seiner neu entflammten Euphorie die Entwicklung in den USA, wo am 4. November mit Alaska und Oregon weitere Bundesstaaten für die regulierte Freigabe von Genuss-Cannabis gestimmt haben. Jetzt darf in vier Staaten legal gekifft werden, in mehr als 20 Staaten ist "Medizinalhanf" zu haben. In den USA erwarten Analysten für dieses Jahr bereits einen Cannabis-Umsatz von rund 2,6 Milliarden Euro, was einem Plus von 63 Prozent entspricht. Von diesem Kuchen schneiden sich die amerikanischen TV-Sender mit Werbung für den legalen Rausch bereits eine ordentliche Scheibe ab, eine Moderatorin warf gar vor der Kamera ihren Job hin und wechselte öffentlich ins Marihuana-Metier. Wie ist das möglich? Die Amerikaner handhaben Weltanschauliches einfach lockerer. Klebt das Label "Bürgerinformation" auf der Reklame, dann darf ein Spot sogar fürs Kiffen werben.



Petra Schwegler, Redakteurin
Autor: Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.