DIW spekuliert über Managergehälter :
Was verdient Springer-Chef Mathias Döpfner?

Bekommt er 19 Millionen - oder nicht? Die Aktionärsschützer der DIW stellen Springer-CEO Mathias Döpfner an die Spitze der Topverdiener. Der Konzern relativiert. 

Text: Petra Schwegler

Die DIW löst Spekulationen um Managergehälter aus. Demnach steht Springer-CEO Mathias Döpfner ganz oben.
Die DIW löst Spekulationen um Managergehälter aus. Demnach steht Springer-CEO Mathias Döpfner ganz oben.

Das Gehalt von Springer-CEO Mathias Döpfner wirft derzeit Fragen auf. Zumindest bei der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und der Technischen Universität München. Wie die "FAZ" berichtet, gehen sie davon aus, dass Döpfner als Chef eines MDax-Konzerns mehr verdienen könnte als die Vorstandsvorsitzenden aller 30 Dax-Konzerne. Die Liste wird angeführt von SAP-Chef Bill McDermott, der in diesem Jahr "mit einem Gehalt von rund 13,8 Millionen Euro erstmals Daimler-Chef Dieter Zetsche abgelöst" hat, wie das Blatt berichtet.

Dass Mathias Döpfner aber nun im vergangenen Jahr nach diesen Schätzungen mehr als 19 Millionen Euro abkassiert haben soll, das geht einer Sprecherin des Springer-Konzerns zu weit. Sie sagte der "FAZ", die Rechnung der Aktionärsschützer stehe auf "extrem wackeligen Füßen".

Sie führt aus: Döpfner und die drei weiteren Vorstände hätten 2016 gemeinsam 19,2 Millionen Euro verdient. Zusätzlich sei ihnen zusammen eine langfristig variable Vergütung von 32,1 Millionen Euro gewährt worden. Dieser Betrag darf laut der Sprecherin nicht einem einzelnen Jahr zugeordnet werden, sondern müsse auf mehrere Jahre verteilt werden.

Bei Springer wird der CEO gut bezahlt

Immerhin – auch wenn es nicht 19 Millionen Euro geworden sind, dürfte Döpfner im vergangenen Jahr zu den deutschen Topverdienern gezählt haben. Und damit ist er in die Fußstapfen seines Vorgängers Gus Fischer getreten, der um die Jahrtausendwende das Medienhaus gelenkt hat.

Fischers Einkünfte standen damals sogar offiziell an der Spitze der Managergehälter: Ihm flossen pro Jahr 23 Millionen Mark zu. Damit führte er damals die Liste der deutschen Topverdiener an.

Wer wissen will, was Otto-Normalverdiener in der Kommunikationsnbranche mit nach Hause nimmt - hier geht's zur Übersicht im Dossier


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.