Bundestagswahlkampf im TV :
Wie viele TV-Duelle braucht das Land?

RTL würde am liebsten die Spitzenkandidaten des Bundestagswahlkampfs 2017 zwei Mal zum Fernsehgipfel laden.

Text: Petra Schwegler

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Das war 2013 - u.a. Anne Will und Stefan Raab diskutierten mit Merkel und Steinbrück.
Das war 2013 - u.a. Anne Will und Stefan Raab diskutierten mit Merkel und Steinbrück.

Reicht ein TV-Duell vor der Bundestagswahl im Herbst oder brauchen deutsche Zuschauer ein zweites Kräftemessen der Kandidaten - allen voran Angela Merkel und Martin Schulz - im Fernsehen? Wenn es nach RTL geht, sollte es zwei Fernsehgipfel geben. "Was das TV-Duell angeht, wünschen wir uns zwei Ausgaben", sagte Chefredakteur Michael Wulf der "FAZ" (Dienstagsausgabe).

Zur Begründung sagte Wulf dem Blatt: "Es gibt in diesem Wahlkampf so viele Themen, und die Menschen haben Fragen mehr als genug, dass diese in einer Sendung gar nicht alle behandelt werden können. Zwei TV-Duelle wären besser, aber letztlich geht's nicht ohne die Politik." 

Im Fall von zwei Ausgaben ist Wulf für eine überschaubare Anzahl von Moderatoren. Es wäre dann aus seiner Sicht "sicherlich sinnvoll, die beiden Sendungen mit jeweils zwei Moderatoren zu gestalten. Raus aus dem Korsett für mehr Spielraum, zum Beispiel zum Nachhaken."

2013 gab es ein Duell im TV

Vor der Bundestagswahl im September 2013 kam nur ein Duell mit Angela Merkel und ihrem damaligen Herausforderer Peer Steinbrück (SPD) zustande. Die Fragen stellten Anne Will (ARD), Maybrit Illner (ZDF), Peter Kloeppel (RTL) und Stefan Raab (ProSiebenSat.1). Letzterer ist gar nicht mehr vor der Kamera aktiv. 

ps/dpa


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.



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