Wenigstens ein Gewinner :
ZDF knackt mit #GERFRA den EM-Rekord

Aus für Deutschland bei der Fußball-EM, trotzdem Sektkorken-Geknalle beim ZDF: Die Partie #GERFRA stemmt einen neuen TV-Rekord! 

Text: Petra Schwegler

Einige Stunden vor #GERFRA: Da war die Welt in der Presse noch in Ordnung ...
Einige Stunden vor #GERFRA: Da war die Welt in der Presse noch in Ordnung ...

Die deutsche Elf hat zwar bei der Fußball-Europameisterschaft 0:2 gegen Gastgeber Frankreich verloren. Dennoch stellte Jogi Löws Truppe am Donnerstagabend einen neuen EM-Einschaltquoten-Rekord im  auf: 29,82 Millionen Zuschauer ab 3 Jahren verfolgten ab 21 Uhr im Zweiten, wie sich "La Mannschaft" aus dem Turnier verabschiedete. Der Gesamtmarktanteil lag bei 80,6 Prozent. Der Spitzenwert mit 31,57 Millionen Fans wurde gegen Ende der ersten Halbzeit erreicht. 

Indes witzeln Spieler und deutsche EM-Sender über die Niederlage bei #GERFRA so im Social Web:

Den Bestwert einer Europameisterschaft hielt bislang das Halbfinale gegen die Türkei 2008 mit 29,46 Millionen Zuschauern. Damals lag der Marktanteil mit 81,5 Prozent sogar etwas höher. Besucher von Public Viewings und Kneipengänger sind bei den Messungen nicht berücksichtigt.

Im Gesamtranking aller Fußballspiele schob sich die Niederlage vom Donnerstag auf Platz vier - vor dem WM-Halbfinale gegen Italien 2006 bei dem Turnier im eigenen Land. Unangefochten auf Platz eins bleibt das Weltmeisterschafts-Finale gegen Argentinien im Jahr 2014. Damsl zählte die GfK 34,57 Millionen Zuschauer ab 3 Jahren (86,2 Prozent Gesamtmarktanteil). 

Die Reaktionen in der Presse auf das Aus des DFB-Teams fallen naturgemäß so aus: Während deutsche Medien das Scheitern im EM-Halbfinale gegen Frankreich betrauern, feiert der Gastgeber das Ende eines Fluchs, der über Spielen gegen Angstgegner Deutschland lag. Hier eine kleine Übersicht. Im Netz kocht es indes über ...

Im Finale der Uefa Euro 2016 trifft nun am Sonntagabend Portugal, das noch nie einen EM- oder WM-Titel gewinnen konnte, auf Frankreich. Die ARD überträgt das Spiel im Fernsehen, Hörfunk und online bei sportschau.de

Unterdessen haben sich die Sender die Qualität ihrer EM-Berichterstattung bescheinigen lassen – in einer repräsentativen Telefonbefragung von 1004 Personen, die das Ifak-Institut in dieser Woche im Auftrag der ARD/ZDF-Medienkommission durchgeführt hat. 73 (ARD) bzw. 70 Prozent (ZDF) der Befragten bewerteten demnach die Programmleistung der beiden öffentlich-rechtlichen Sender mit "sehr gut" oder "gut". Vor allem die Übertragungen hätten überzeugt, heißt es. Zu 95 Prozent sind sie in der Befragung als "gut und professionell gemacht" eingestuft worden. 

ps/dpa


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.