Mediengruppe Pressedruck :
Zeitungskauf: Wolfram Weimer übernimmt "Wirtschaftskurier"

Der ehemalige "Focus"-Chefredakteur Wolfram Weimer kauft die Monatszeitung "Wirtschaftskurier". Am G+J Titel "Impulse" soll er ebenfalls interessiert sein.

Text: Katharina Hannen

21. Dec. 2012 - 3 Kommentare

Wolfram Weimer, der ehemalige Chefredakteur der Magazine "Cicero" und "Focus", kauft die Münchner Monatszeitung "Wirtschaftskurier", so meldet es die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer heutigen Ausgabe. Demnach will Weimer das 1958 gegründete Blatt zum Jahreswechsel übernehmen.

Bisher gehörte der deutschlandweit verbreitete "Wirtschaftskurier" neben der "Augsburger Allgemeinen" und der "Main-Post" zum VMM Wirtschaftsverlag der Mediengruppe Pressedruck. Das Unternehmen wolle sich von nun an "stärker auf regionale Medien konzentrieren", heißt es in der "SZ" als Begründung für den Verkauf. Seit einem Jahr arbeite Weimer mit seinem Verlag, der Weimer Media Group, am Aufbau eines Verbundes von Wirtschaftstiteln.

An der Zusammensetzung der Redaktion und der Besetzung des Chefredakteur-Postens mit Elwine Happ-Frank wolle Weimer nichts verändern. "Der "Wirtschaftskurier" steht für hintergründigen Wirtschaftsjournalismus und ist eine wichtige Stimme des deutschen Unternehmertums", so der Käufer. "Die Marke soll auch stärker elektronisch sichtbar werden", betont Weimer, dessen Verlag auf Wirtschaftsjournalismus mit elektronischen Medien spezialisiert ist. Auf die Weiterentwicklung eines "so angesehenen Traditionsblattes" freue er sich sehr.

Der "Wirtschaftskurier" erscheint in einer Auflage von 60.000 Exemplaren und richtet sich an Führungskräfte in der deutschen Wirtschaft sowie in Politik und Wissenschaft.

Spekulationen über einen weiteren Kauf stehen bereits im Raum: Wie die "SZ" berichtet, soll es bereits Gerüchte darüber geben, dass Weimer an der Übernahme des bedrohten Gruner + Jahr Titels "Impulse" interessiert ist. (kh/dpa)


3 Kommentare

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Anonymous User 12. August 2013

Bei dieser Zeitung geht es nur um Anzeigen, Anzeigen, Anzeigen, Anzeigen...
.....und die Chefredakteurin hat keine klare Meinung, wahrscheinlich wegen der Anzeigenkunden.

Anonymous User 14. Januar 2013

Inhaltlich gebe ich Ihnen Recht. Im Wirtschaftskurier gibt es keine ernst zu nehmenden wirtschafts- oder industriepolitischen Kommentare oder Einschätzungen. Zu lesen sind viele PR-Texte wie toll manche Unternehmen (Anzeigenkunden?!) sind und etwas Mittelstands-Bla-Bla. Von branchenrelevanten Skandalen und Verfehlungen (Bsp. Stahlindustrie) ist absolut nichts zu lesen, deshalb ist der Nachrichtenwert für Unternehmer sehr dürftig.

Die unverkennbaren Statements vom alten Chefredakteur fehlen total. Die Kommentare gaben eine klare Meinung in der Wirtschafts- oder Finanzpolitik wider – und der Unterhaltungswert war zum Teil sensationell :) Eigentlich hab ich das Ding nur wegen der Texte vom alten Chefredakteur gelesen….

Äußerlich hat sich die Zeitung klar verbessert – es wäre schlimm wenn man in der Medienbranche nicht mit der Zeit gehen würde. Kurzzeitig hatte der Wirtschaftskurier ein junges und sympathisches Team. Aber wie man hört wurden alle Redakteure vergrault und die Anzeigenleiterin wurde sogar über Nacht auf unmenschliche Art rausgeschmissen. Für mich ein entscheidender Grund diese Zeitung auch aus moralischer Sicht zu boykottieren!

Anonymous User 7. Januar 2013

Wer kauft denn diesen langweiligen Wirtschaftskurier? habe diesen schon 100 mal abbestellt, wird mir aber immer wieder zugeschickt!
Fazit: eine Zeitung ohne Meinung! Keine Kommentare, keine politische Ausrichtung..... nichts.... Nur Pr-Texte

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