Zukunftsstudie: TV wird Super-Medium

TV wird 2020 so handlich und leicht zu bedienen wie eine App und damit ein echter "Weltempfänger", prognostiziert eine Zukunftsstudie von Z Punkt.

Text: Florian Allgayer

„Fernsehen ist gekommen, um zu bleiben.“ Das ist die zentrale Botschaft der Studie „TV 2020 – Die Zukunft des Fernsehens“, die Z Punkt, ein Beratungsunternehmen für „strategische Zukunftsfragen“, veröffentlicht hat. TV wird sich aber nur dann halten, wenn es das Internet nicht als Gefahr, sondern im Gegenteil als Chance für eine Rundumerneuerung begreift, betont Z Punkt-Chef Andreas Neef.

Auf der diesjährigen internationalen Funkausstellung seien die beschriebenen Zukunftstrends bereits deutlich zu erkennen gewesen, so die Forscher: mehr sinnliche Intensität und Interaktion, mehr Gemeinschaftserleben, intelligente Kontrolle und interaktiver Komfort. Vor allem aber werde der Fernsehzuschauer in Zukunft ein grenzenloses Angebot vorfinden, die Nutzererfahrung werde sich der des Internets angleichen. Das bedeutet: Der Fernseher wird „mit der Vermählung von TV und Web zum Weltempfänger, wie wir dies von der Welt des Internets längst gewohnt sind: beliebige Inhalte, an jedem Ort zu jeder Zeit“, so die Zukunftsblicker.

Das Szenario: TV wird als Knotenpunkt der Entwicklungen zu einer Art Super-Medium, fügt sich aber zugleich ein in eine künftige Mediensphäre, in der aus fast allem eine App wird. „Fernsehen wird also riesig – ein intensives Bilderuniversum im souveränen Zugriff –, und es wird zugleich so handlich wie nie, eine App, die auf dem einen oder anderen elektronischen Gerät bereitsteht, wirklich ein Super-Medium“, so die Einschätzung von Z Punkt.