Digitale Out of Home-Werbung :
J. Walter Thompson verdreht die Köpfe

Mit einem Plakat, das aktiv die Betrachter mitzählt, macht derzeit J. Walter Thompson in Toronto auf sich aufmerksam. Im Mittelpunkt des Geschehens: Ein neuer Mazda.

Text: Anja Janotta

Das Plakat misst, ob der Mazda auch wirklich ein Hugucker ist.
Das Plakat misst, ob der Mazda auch wirklich ein Hugucker ist.

Interaktive Displays sind gerade der große Hype: Plakate, die husten, wenn vor ihnen jemand raucht, ihnen werdne die Haare verwirbelt, wenn eine U-Bahn vorbeifährt oder Passanten können per Touchscreen ins Geschehen eingreifen. Nun hat J. Walter Thompson in Kanada eine neue Spielart gefunden. Mit einem Zähler, der hochzählt, wenn ein Passant dem Plakat seinen Kopf zuwendendet, macht die Agentur in Toronto auf sich aufmerksam. Gezeigt wird der neue Mazda MX-5-RF, der den Passanten buchstäblich den Kopf verdrehen soll.

Das Zählwerk wird mit einer speziellen Software zur Massenkennung und zur Gesichtserkennung betrieben. Gemeinsam für die Aktion verantwortlich waren neben J. Walter Thompson außerdem Excelerator Media, Pattison Onestop und Fourth Wall. Einen Monat lang soll der Mazda an Ort und Stelle bleiben. Die Kampagnen-Macher rechnen mit 150.000 verifizierten Kontakten für das interaktive Plakat - durch Kopfbewegung.

Unaufdringlichkeit ist dabei offensichtlich das Gebot der Stunde. "Dieser Channel erfordert eine Menge Zurückhaltung und Respekt vor dem Publikum," sagt Ari Elkouby, Kreativdirektor bei JWT Kanada gegenüber "Adweek". Daneben hätte man die Vorteile des Mazdas auf eine schnelle und einfache Werbebotschaft herunterbrechen müssen. 


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.