Medienerziehung:
Facticious: Fake News Game mit Tinder-Logik

Wahr? Falsch? In der Auseinandersetzung mit Fake News zeigt Facticious einen spielebasierten Ansatz, der einen Punktewettstreit aus Medienerziehung macht.

Text: Ralph-Bernhard Pfister

Fake News sind ein Phänomen, das vielen Kopfschmerzen bereitet. Falschmeldungen, Polemik, bewusste Irreführung, die gerade im Clickbait-Stil und über Social Media eine steile Verbreitungskarriere hinlegen können.

Maggie Farley von Jolt, einem Gemeinschaftsprojekt vom Game Lab der American University und der School of Communication, hat mit Facticious ein Spiel entwickelt, das ein schönes Gegenmittel sein kann. Facticious präsentiert den Spielern Artikel und lässt sie nach Tinderlogik mit Links- oder Rechtswisch (beziehungsweise Klick am Desktop) entscheiden, ob ein Artikel eine echte News oder ein Fake ist. Wer Hilfe braucht, kann sich die Quelle einblenden lassen.

So sieht das Fake News Game aus.

So sieht das Fake News Game aus.

Bei der Ergebnisanzeige folgen dann kurze Tipps und Verweise, woran sich ein Fake erkennen lässt. Ein interessanter Ansatz, um Medienkompetenz spielbasiert aufzubauen - und passend zu Jolts Mission, Innovationen im Journalismus durch Game Design zu schaffen.


Autor:

Ralph Pfister
Ralph-Bernhard Pfister

Ralph Pfister ist Koordinator am Desk der W&V. Wenn er nicht gerade koordiniert, schreibt er hauptsächlich über digitales Marketing, digitale Themen und Branchen wie Telekommunikation und Unterhaltungselektronik. Sein Kaffeekonsum lässt sich nur in industriellen Mengen fassen. Für seine Bücher- und Comicbestände gilt das noch nicht ganz – aber er arbeitet dran.


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