Gattungsinitiative Screenforce Day :
Screenforce Day wird vielleicht zu Telemesse reloaded

Der Gattungsevent Screenforce Day gönnt sich ab 2017 ein kräftiges Update. Vieles erinnert an das frühere Konzept der Telemesse. Und auch die Dmexco speckt auf: Ab 2016 gibt es erstmals die sogenannte "Motion Hall"

Text: Lisa Priller-Gebhardt

Der Screenforce Day gönnt sich ab 2017 ein kräftiges Update. Im Bild Screenforce-Leiter Martin Krapf.
Der Screenforce Day gönnt sich ab 2017 ein kräftiges Update. Im Bild Screenforce-Leiter Martin Krapf.

Der Gattungsevent Screenforce Day wird 2017 ordentlich aufgespeckt. Noch sind nicht alle Details fix, aber ein paar Punkte des neuen Projekts kristallisieren sich bereits heraus: Es ändern sich Name, Termin, Dauer, Konzept und wohl auch der Ort. Aktuell sieht es ganz so aus, als könnte der Event an den alten Veranstaltungsort der Telemesse, das Coloneum in Köln, zurückkehren. Martin Krapf, Geschäftsführer der gleichnamigen Initiative Screenforce sagt lediglich: "In dieser absoluten Frühphase der Konzeption steht der Ort der Veranstaltung noch nicht fest."

Was allerdings bereits feststeht ist, dass das Herzstück der ehemaligen Gattungsveranstaltung zurückkehrt: Es wird erstmals wieder klassische Programmpräsentationen geben. Diese werden jedoch nicht parallel, sondern nacheinander stattfinden und zwar mittels einer zentral gesteuerten Veranstaltungstechnik. Man will wohl das frühere Wettrüsten auf der Telemesse, wo ein Vermarkter den anderen übertrumpfen wollte, schon im Vorfeld vermeiden. Die Screenings sollen an beiden Tagen laufen – und das ist die nächste Neuerung: Der Screenforce Day, der dann einen neuen Namen erhalten wird, läuft ab 2017 an zwei Tagen. Auch eine Abendveranstaltung sei geplant, kündigt Krapf in der aktuellen Ausgabe der W&V an.

Der Screenforce Day tut gut daran, das Konzept zu überarbeiten, denn auch die Digitalkonferenz gönnt sich eine Aufwertung – und zwar bereits in diesem Jahr. Erstmals wird es eine sogenannte Motion Hall geben, in der Anbieter und Märkte medienübergreifend in einem eigenen Forum zusammengebracht werden. Internationale Fernsehanbieter, Medienhäuser, Digitalstudios und Multi-Channel Networks können in einer riesigen Halle Bewegtbildinhalte zeigen. „Der Zielgruppe ist es vollkommen egal, wer den Content produziert – Hauptsache, er ist relevant und verfügbar“, sagt Dmexco-Initiator Christian Muche. Via Akkreditierungsverfahren können sich in der „Motion Hall“  600 bis 700 Messebesucher in 60- oder 90-Minuten-Slots an beiden Messetagen informieren. Bloomberg Media, Maker Studios, NBC Universal, RTL Group und Vice haben bereits Screening-Slots gebucht.


Autor:

Lisa Priller-Gebhardt
Lisa Priller-Gebhardt

schreibt als Autorin überwiegend für W&V. Im Zentrum ihrer Berichterstattung steht die geschwätzigste aller Branchen, die der Medien. Nach der Ausbildung an der Burda Journalistenschule schrieb sie zunächst für Bunte und das Jugendmagazin der SZ, Jetzt. Am liebsten sind ihr Geschichten der Marke „heiß und fettig“.