Hans Zimmer komponiert jetzt Klingeltöne

Der bekannte und mehrfach ausgezeichnete Film-Komponist Hans Zimmer wechselt die Branche. Zimmer, geboren in Frankfurt/Main und längst eine Hollywood-Legende, hat unter anderem die Soundtracks für "Der Fluch der Karibik" und "Inception" geschrieben. Elfmal war Zimmer bereits für den Oscar, vierzehnmal für den Golden Globe Award und elfmal für den Grammy Award nominiert. Nun hat er verkündet, Klingeltöne zu komponieren – gemeinsam mit Oppo. Die chinesische Handy-Marke erfreut sich vor allem in Asien großer Beliebtheit. Auch in Europa wird die Präsenz immer weiter ausgebaut. In zwei Werbe-Videos zeigt der Konzern jetzt erste Ergebnisse der Zusammenarbeit mit dem Komponisten. Die Zimmerschen Klingeltöne sind für die Find-X3-Reihe entstanden. Es sind die Flaggschiff-Geräte, die in Deutschland rund 1100 € kosten.

Samsung verwandelt jedes iPhone in ein Galaxy

Die Marketing-Strategen von Samsung sind in der Regel sehr einfallslos: Bewerben sie ein neues Smartphone, werden zwar auch die Vorzüge angepriesen, gern wird aber auch gegen Apple und sein iPhone ausgeteilt. Jetzt gebührt der neuseeländischen Division der südkoreanischen Firma aber auch einmal Lob für ihre neueste Marketing-Idee, die Wechselwillige ansprechen soll. Mithilfe einer Web-Applikation von Samsung lässt sich (auch in Deutschland) ab sofort ganz einfach ausprobieren, wie sich die Benutzeroberfläche eines Galaxy-Smartphones anfühlt. itest.nz führt auf dem iPhone binnen weniger Sekunden auf den virtuellen Homescreen eines Samsung Galaxy. Dort lässt sich zum Beispiel entdecken, wie einfach man die Gestaltung mithilfe von Themes ändern kann. Außerdem gibt es ein interaktives Tutorial, in dem die Vorzüge der Galaxy-Kamera erklärt werden. Samsung selbst lässt Tester wissen: "Du bist dabei, einen kleinen Vorgeschmack auf Samsung zu bekommen, ohne das Telefon zu wechseln. Wir können nicht jede Funktion nachbilden, aber du solltest schnell sehen, dass es nichts Abschreckendes daran gibt, auf die andere Seite zu wechseln." Eine gut programmierte Web-Anwendung, die zeigt, wie originell durchdachte Werbung sein kann:

Mini-Waschmaschine befreit In-Ears von Ohrenschmalz

Nicht nur Musik kann schmalzig sein, sondern auch das Innere der Ohren. Unappetitlich, aber wer kennt es nicht? Immer müssen die kleinen In-Ears bei Modellen wie von Samsung, Bose oder Apple gesäubert werden, aber das funktioniert (bisher) nur leidlich. Die Firma Cardlax eilt zu Hilfe mit ihrer neuen Mini-Waschmaschine, dem "EarBuds Washer".  Einmal aufgeklappt, sieht die Kopfhörer-Waschmaschine wie eine echte mit Trommel aus, nur eben kleiner. Eine winzige Bürste rotiert und entfernt das Ohrenschmalz auch aus unzugänglichen Bereichen der In-Ears. Nach Vorwäsche werden die Kopfhörer per Sprühnebel eingeschäumt, um feinste Partikel zu entfernen. Die Waschmaschine wird anschließend unter Wasser abgespült. Der Preis ist kein Wischi-Waschi: 33 Dollar, umgerechnet knapp 28 Euro. 

Damit wünsche ich einen reinigenden Montag, bis morgen bei TechTäglich.



Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.