Dagegen wehren sich Mitarbeiter jetzt in einem Brief an Cook und die Apple-Führung, aus dem The Verge zitiert. Darin heißt es: "Im Laufe des letzten Jahres fühlten wir uns oft nicht nur ungehört, sondern zeitweise aktiv ignoriert. Ohne Flexibilität haben viele von uns das Gefühl, dass wir zwischen der Kombination aus unseren Familien, unserem Wohlbefinden und der Möglichkeit, unsere beste Arbeit zu leisten, oder der Zugehörigkeit zu Apple wählen müssen." Mit der "Zurück ins Büro"-Politik unterscheidet sich Apple deutlich von anderen High-Tech-Firmen wie Twitter oder Facebook, die ihren Mitarbeitern zugesichert haben, dass sie auch nach Corona auf Wunsch von zu Hause aus arbeiten können.

Wird spannend: Bei Apple stehen heute Abend gleich zwei Präsentationen auf dem Programm.

Wird spannend: Bei Apple stehen heute Abend gleich zwei Präsentationen auf dem Programm.

Microsoft: Das bringt Windows 11

Überraschende Wende bei Microsoft. Als der US-Konzern 2014 Windows 10 vorstellte, hieß es noch, dass das runderneuerte Betriebssystem dauerhaft das letzte Windows bleiben soll. Aktualisierungen wollte Microsoft durch regelmäßige kleine und große Updates gewährleisten. Ein Windows 11, 12 oder auch Windows 3000 sollte es nicht mehr geben – auch, um Nutzern die Angst vor größeren Aktualisierungen ihres Rechners zu nehmen. Knapp sieben Jahre lang hat sich MS an diesen Plan gehalten, mit dem es nun aber vorbei sein soll. Wie die Spezialisten von XDA Developers berichten, stellt Microsoft am 24. Juni offenbar nun doch Windows 11 vor – laut CEO Satya Nadella "die größte Windows-Aktualisierung seit über einem Jahrzehnt".

Darauf weist auch die Einladung zu der virtuellen Veranstaltung hin, die das Unternehmen jetzt verschickt hat. Darin heißt es ausdrücklich, dass das Event um "11am ET" beginnt, also um 11 Uhr vormittags Ostküstenzeit. Üblicherweise würde Microsoft als Starttermin "8am PT" nennen, 8 Uhr morgens Westküstenzeit zuhause in Redmond. Und der Schatten, den das klassische Windows-Fenster in der Grafik wirft, zeigt erstaunlicherweise keine Querbalken – wodurch er aussieht wie eine 11. Viele Änderungen im künftigen Windows, dessen finale Version im Oktober oder November erwartet wird, sollen also eine völlig neue Generation rechtfertigen. Erwartet werden unter anderem ein neuer Microsoft App Store und ein stark verändertes Design (Arbeitstitel: "Sun Valley") mit mehr Rundungen und weniger Ecken, das sich beim gestoppten Windows-10X-Projekt bedient. Die neue Download-Empfehlung in Sachen Windows lautet also: 11, Freunde! Das Update ist für Windows-10-Nutzer mutmaßlich kostenlos.

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US-Polizei fängt Verdächtige mit Hightech-Lasso

"Komm, hol das Lasso raus! Wir spielen Polizist und Ganove." So lautet das neue Motto der US-Polizei. Sie testet derzeit ein neues Hightech-Lasso, das Verdächtige oder Kriminelle im Konfliktfall einigermaßen gewaltfrei "einfangen" soll. Das "BolaWrap" der Sicherheitsfirma Wrap Technologies schießt mit Hilfe eines Explosivstoffs ein Kevlarseil über eine maximale Distanz von knapp acht Metern in Richtung eines Menschen und wickelt sich um Beine oder Körper. Die Entwickler sprechen bei ihrem James-Bond-artigen Gerät von "Fern-Handschellen". Das BolaWrap soll dazu beitragen, den Einsatz von Schusswaffen oder Elektro-Tasern zu verringern.

Tom Smith, Chef der Entwicklerfirma, erklärt das Ziel so: "Wir wollen Technologie dazu verwenden, dass sowohl Einsatzkräfte als auch Verdächtige sicher und unverletzt nach Hause gehen können." Für Letztere gilt das aber nur, wenn sie vom Polizei-Lasso wieder befreit worden sind. Einsatzkräfte in 46 US-Bundesstaaten sollen die neue Waffe laut Wrap Technologies bereits testen. Ob sie wirklich zur Deeskalation beitragen kann, ist ungewiss. Nicht nur das US-Magazin Gizmodo fragt sich: "Wie wahrscheinlich ist es, dass das Produkt tatsächlich nur so eingesetzt wird, wie es gedacht ist?" Die Aussicht auf unliebsame Demonstranten, die per Lasso gefesselt werden, und der Hinweis des Herstellers auf "Verdächtige mit mentalen Problemen" lassen wenig Gutes erwarten.

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Telekom: Digitaler Schutzengel für Radfahrer

Wofür ist eigentlich 5G da? Nur, um TikTok-Videos ohne Wartezeit online stellen zu können? Die Telekom und Autozulieferer Continental zeigen jetzt, welche wirklich sinnvollen Anwendungen künftig mit dem neuen Mobilfunk möglich sind. Die Unternehmen haben einen "digitalen Schutzengel" für Radfahrer und Fußgänger entwickelt, der Kollisionen mit Autos im Stadtverkehr künftig weitgehend verhindern könnte. Sobald ein Zusammenstoß droht, schlägt das System Alarm. Der Kollisionswarner setzt auf die Tatsache, dass heute fast jeder Verkehrsteilnehmer, vom Fußgänger bis zum Autofahrer, ein Smartphone dabei hat und vernetzt ist.

Die Schutzengel-App verbindet anonym die Handys und die Auto-Bordcomputer im Umkreis – und wertet mit GPS-Navigation sowie mit Beschleunigungsmessern und künstlicher Intelligenz aus, wer sich gerade wie schnell in welche Richtung bewegt. Sobald das System feststellt, dass ein Auto und ein Radfahrer oder Fußgänger in den nächsten fünf Sekunden auf einen Zusammenstoß zusteuern, schlägt es Alarm, im Autocockpit und beispielsweise durch einen lauten Warnton des Handys. Weil der Schutzengel dank 5G praktisch live und in Echtzeit warnt, bleibt für beide Beteiligten noch Zeit, um zu reagieren und den Unfall zu vermeiden. Die ersten Tests im Straßenverkehr waren laut Telekom bereits erfolgreich. Offiziell vorgestellt wird der Kollisionswarner ab 11. Oktober auf der Leitmesse für Intelligente Transportsysteme (ITS) in Hamburg.

Alles vernetzt: Schutzengel von Telekom und Continental für den Stadtverkehr.

Alles vernetzt: Schutzengel von Telekom und Continental für den Stadtverkehr.

Smartphone-süchtig? Jetzt kommt das dritte Auge

"Smombies", die gefürchteten Smartphone-Zombies, die beim Studieren ihres Instagram-Feeds gegen Laternenmasten oder Straßenbahnen rennen, können bald wieder sicherer leben. Denn sie bekommen ein drittes Auge. Zwei Augen können sich dann aufs Handy konzentrieren, während das neue dritte Auge Zusammenstöße verhindert. Die Idee, von der Reuters und Futurezone berichten, stammt vom südkoreanischen Designstudenten Minwook Paeng. Er hat ein Roboter-Auge zum Anschnallen auf der Stirn entwickelt. Es misst den Winkel der Kopfhaltung und die Bewegungen des Nutzers.

Sobald das System feststellt, dass sich der Smartphone-Süchtling gleichzeitig bewegt und auf sein Handy starrt, wird es aktiv. Dann öffnet sich das lichtdurchlässige und durchaus gruselig aussehende Augenlid auf der Stirn. Per Ultraschall-Sensor erfasst es Hindernisse – und warnt den nunmehr dreiäugigen Träger mit einem akustischen Signal, sobald in ein bis zwei Metern Entfernung ein Zusammenstoß droht. Erfinder Minwook Paeng versteht seine Idee auch als satirischen Beitrag zum Thema Smartphone-Sucht. Er erklärt: "Drei Augen, so wird die Menschheit künftig aussehen. Weil wir unseren Blick nicht vom Smartphone lassen können, brauchen wir dieses dritte Auge." Einfach abzuwarten, bis uns die Evolution von selbst ein drittes Auge wachsen lässt, dauert sicherlich zu lange.

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Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.