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Exit-Strategie:
Microsoft meldet Interesse an Startup 6Wunderkinder

Der US-Konzern Microsoft wird immer aufgeschlossener, was die Kooperation mit Apps angeht. Erst öffnete es seine Schnittstellen für Google- und Apple-Entwickler, nun steht wohl die Übernahme eines deutschen Startups an. Nach Medienberichten stehe das Unternehmen 6Wunderkinder vor einer Akquisition durch das US-Unternehmen.

Text:

21. Mai 2015

Der US-Konzern Microsoft wird immer aufgeschlossener, was die Kooperation mit Apps angeht. Erst öffnete es seine Schnittstellen für Google- und Apple-Entwickler, nun steht wohl die Übernahme eines deutschen Startups an. Nach Medienberichten stehe das Unternehmen 6Wunderkinder vor einer Akquisition durch das US-Unternehmen. Das bekannteste Produkt des Startups ist die Notiz- und Erinnerungs-App Wunderlist, mit der Smartphone- und Tablet-Anwender
(iOS, Android und Windows Phone) ihre Aufgaben verwalten können. Die Anwendung ist aber auch auf dem Desktop-PC (Windows und OS X) verfügbar.

Das "Manager Magazin" berichtet, es gebe "weit gediehene Gespräche" über einen Verkauf der im Jahr 2010 gegründeten Firma. Für Microsoft-Chef Satya Nadella sei die geplante Übernahme eine Chance, das eigene Produktangebot zu verjüngen. Eine Microsoft-Sprecherin wollte den Bericht des Magazins nicht kommentieren. Vergangene Woche hatte auch schon das Blog "TechCrunch" berichtet, Microsoft werde als möglicher Käufer gehandelt.

6Wunderkinder gilt als eines der bislang erfolgreichsten Unternehmen aus der Berliner Startup-Szene. Ende 2013 stieg der legendäre kalifornische Risikokapitalgeber Sequoia Capital mit 19 Millionen Dollar in das von Christian Reber gegründete Startup ein. Zu den Investoren gehören außerdem der Startup-Finanzierer Earlybird sowie auch der schwedische Fonds Atomico, der von den einstigen Skype-Gründern geführt wird. Zuletzt stellten die Wunderlist-Macher Schnittstellen zu anderer Software vor - darunter auch zu Microsofts Notizen-Service OneNote.

Die Anwendungen von 6Wunderkinder hatten nach Angaben des "Manager Magazins" zuletzt rund 13 Millionen registrierte Nutzer erreicht. Mitgründer und CEO Christian Reber habe indes schon länger das Ziel ausgegeben, 100 Millionen Nutzer weltweit gewinnen zu wollen. Mit Microsoft als Eigentümer dürfte diese Vorgabe weit schneller zu erreichen sein, vor allem im Geschäft mit zahlenden Business-Kunden.


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