Diese Entwicklung ist vor allem deswegen spannend, weil nicht nur viele neue Content Startups entstehen, die das Newsletter Format nutzen wollen, um ihren Platz im Medien-Ökosystem zu finden und auszubauen, sondern auch, weil es immer mehr junge Firmen gibt, die quasi als Zulieferfirmen agieren und für Newsletter-Betreiber wichtige Tools entwickeln. Hier ist die Branche noch sehr am Anfang und es wirkt sehr wie Bloggen vor knapp 20 Jahren, denn zunächst werden die Grundlagen abgedeckt, die in anderen Bereichen schon längst entwickelt sind, von Analytics über Werbebuchung bis hin zu Referal System zum Nutzeraufbau oder Verzeichnissen zur besseren Auffindbarkeit von Newslettern. Hier gibt es noch viel Potential und immer mehr Startups, die sich in dieser wachsenden Nische austoben.

Der Charme von Newslettern ist ja, dass sie auf etwas basieren, was es seit 1971 gibt und was jeder kennt: Email. Nur sieht natürlich eine Email von heute etwas anders aus als eine rein text-basierte Email ohne jegliches HTML von damals. Der nächste Schritt wird AMP für Emails sein, die dann Emails wirklich interaktiv werden lassen, was eine völlig neue Nutzer-Experience mit sich bringen wird. Denn der Vorteil von Newslettern ist ja weiterhin, dass sie direkt in der Inbox der NutzerInnen landen und daher hohe Aufmerksamkeit genießen. Unser Portfolio-Unternehmen Followistic macht sich dies zunutze und sorgt über Themen-spezifische automatische Newsletter für ein höheres Engagement bei Nachrichtenseiten.

Newsletter sind im Trend, auch wenn das seltsam klingen mag. Für Entrepreneurial Journalism ist dies eine großartige Chance, denn es macht den Aufbau einer eigenen Reichweite so einfach wie nie zuvor, aber auch etablierte Medienhäuser können durch den Einsatz von Newslettern profitieren.



W&V Redaktion
Autor: W&V Redaktion

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