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Eau de Space: Dieses Parfum riecht nach Weltall

Das Thema "Wie riecht das Weltall?" bleibt in aller Munde – oder auch Nasen. Die NASA sucht derzeit nach einer geruchlosen Mondtoilette. Und bei Kickstarter läuft eine Kampagne für das neue Parfum "Eau de Space", für einen Duft, der den Geruch des Weltraums auf die Erde bringen soll. Die Idee der britischen Firma Omega Ingredients, die vor allem Aromen für die Lebensmittelindustrie liefert, basiert auf einem Projekt der NASA aus dem Jahr 2008. Die US-Weltraumbehörde wollte damals den Geruch synthetisieren, den Astronauten beim Aufenthalt im All wahrnehmen. So sollten sie noch realistischer auf ihre Missionen vorbereitet werden.

Omega-Gründer und Chemiker Steve Pearce entwickelte in vierjähriger Arbeit dieses Parfum – das nun als "Eau de Space" erstmals für die Allgemeinheit verkauft wird. Und wie riecht der Weltraum nun? Laut ISS-Astronautin Peggy Whitson nach dem "Geruch eines Gewehrs, kurz nachdem du den Schuss abgefeuert hast". Produktmanager Matt Richmond von Omega Ingredients spricht von einer "Mischung aus Schießpulver, angebratenem Steak, Himbeeren und Rum". Das klingt männlich und herb. Wer’s ausprobieren will: Das "Eau de Space", laut Hersteller "die zweitbeste Sache, außer direkt dort zu sein", ist bei Kickstarter ab 29 Dollar zu haben.

Eau de Space – so riecht der moderne Raumfahrer. Auch auf der Erde.

Eau de Space – so riecht der moderne Raumfahrer. Auch auf der Erde. F

Deutsche Amazon-Arbeiter streiken zwei Tage

Die Arbeiter in sechs deutschen Amazon-Versandzentren treten heute in einen mindestens zweitägigen Streik. Sie protestieren damit gegen aus ihrer Sicht mangelhafte Corona-Schutzmaßnahmen und fordern "gute und gesunde Arbeit". Laut der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die den Ausstand ankündigte, gehe Amazon nach wie vor nicht transparent genug mit der Gefahr von Ansteckungen um, Profit werde vor Gesundheit gestellt. Angeblich ist es in den Versandzentren deutschlandweit bereits zu 30 bis 40 Infektionen mit Covid-19 gekommen.

Betroffen vom Streik sind Standorte in Leipzig, Bad Hersfeld, Rheinberg, Werne und Koblenz. Amazon wies die Vorwürfe in einer Stellungnahme zurück und erklärte, das Unternehmen habe weltweit bisher rund vier Milliarden Dollar in den Corona-Schutz seiner Mitarbeiter investiert. Verdi-Vertreter Orhan Akman bezeichnet die Maßnahmen des US-Händlers dagegen als nicht ausreichend: "Wie schon im Fall der Ausbreitung von Covid-19 in Winsen (Luhe) mauert die Unternehmensführung auch diesmal und verweigert Aufklärung. Das gefährdet die Sicherheit und Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen, ihrer Familien und die der Anwohnerinnen und Anwohner."

Bestmöglich vor Corona geschützt? Amazon-Mitarbeiter haben ihre Zweifel.

Bestmöglich vor Corona geschützt? Amazon-Mitarbeiter haben ihre Zweifel.

Apple spart: iPhone 12 ohne Netzteil und Ohrstöpsel

Dass Apple beim iPhone 12 seine kabelgebundenen Ohrstöpsel EarPods nicht mehr mitliefert, war schon seit Längerem erwartet worden. Die Sparmaßnahmen gehen aber offenbar noch weiter. Analyst und Apple-Augur Ming-Chi Kuo geht nun davon aus, dass Apple bei allen Modellen von iPhone 12 und 12 Pro erstmals auch kein Netzteil mehr in die Schachtel legt. Das neue und schnellere 20-Watt-Netzteil, das letzte Woche als Internet-Gerücht gehandelt wurde, ist demnach nur als Zubehör zu haben – und dürfte wie das aktuelle 18-Watt-Modell um die 35 Euro kosten. Die Produktion der bisherigen Netzteile mit 5 und mit 18 Watt endet demnach.

Laut Kuo steigen Apples Herstellungskosten fürs iPhone 12 deutlich, nachdem erstmals 5G-Mobilfunk an Bord ist. Weil die Preise der Smartphones aber stabil bleiben sollen, spart Apple am Zubehör. Das US-Unternehmen geht davon aus, dass die meisten Käufer ohnehin schon ein Netzteil und Ohrstöpsel zuhause haben – oder längst auf die drahtlosen AirPods umgestiegen sind. Zudem will Apple laut MacRumors auf die Umweltvorteile hinweisen, wenn nicht noch mehr oft überflüssiges Zubehör produziert wird. In den Schachteln soll dann außer dem iPhone 12 nur noch ein USB-Kabel liegen, mit dem sich das Handy an jedem vorhandenen Netzteil laden lässt.

Es wird leer in der Schachtel – aber das iPhone liefert Apple beim iPhone 12 weiterhin mit.

Es wird leer in der Schachtel – aber das iPhone liefert Apple beim iPhone 12 weiterhin mit.

Wegen Corona: BVG klärt Unklarheiten

Wer sich am vergangenen Wochenende bei herrlichem Wetter in deutschen Großstädten umgeschaut hat, kam unweigerlich zum Eindruck: Wir haben es überstanden, Corona ist vorbei! Und die Masken hängen vielerorts auf Halbmast am Kinn. In Wahrheit ist die Pandemie aber noch längst nicht überstanden. Darauf weisen jetzt auch die Social-Media-Helden der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) hin.

"Da es offensichtlich viele Unsicherheiten gibt", liefert die BVG auf Twitter und Co. ein "Update zur Maskenpflicht" und beantwortet die "drängendsten Fragen". Für die Beantwortung von Anliegen wie "Reicht es, nur meinen Mund zu bedecken?" oder "Darf ich auch ohne Maske mitfahren?" müsste eigentlich der gesunde Menschenverstand genügen. Tut er aber nicht, in vielen Fällen. Deshalb liefert die BVG acht schlichte "Nein" zu acht Fragen und schafft damit Klarheit. PS: Gilt nicht nur für Berlin, gilt überall!

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Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.