OnePlus zeigt Hertz: Neuer Super-Bildschirm

Zuletzt hatten sich die großen Smartphone-Hersteller bei ihrem Wettrennen um die neueste Technik vor allem auf die Kameras konzentriert. Immer mehr Linsen auf der Rückseite, möglichst unsichtbare Kameras an der Front – das waren die wichtigsten Argumente bei Samsung, Huawei oder Apple. 2020 rückt offenbar wieder der Bildschirm in den Vordergrund. Das ambitionierte chinesische Start-up OnePlus hat jetzt eines der ersten Smartphone-Displays mit einer Bildwiederholungsrate von 120 Hertz angekündigt. Es dürfte in den 2020er-Flaggschiffen OnePlus 8 und OnePlus 8 Pro zum Einsatz kommen.

Die 120-Hz-Panels, die offenbar Samsung zuliefert, sollen für eine extrem geschmeidige Darstellung von Filmen oder Spiele-Apps sorgen. Touch-Eingaben will OnePlus sogar mit einer Frequenz von 240 Hz erfassen, und damit Befehle noch schneller und flüssiger verarbeiten. „Wir sind sicher, dass das neue 120 Hz Fluid Display von OnePlus das beste sein wird, das Sie 2020 sehen werden“, lässt sich CEO Pete Lau in einer Pressemitteilung zitieren. Angeblich arbeiten auch Samsung und Apple bereits an 120-Hz-Displays für ihre nächsten Top-Smartphones.

Schon das OnePlus 7 mit 90-Hz-Schirm bekam 2019 exzellente Kritiken. Und beim Nachfolger soll’s dieses Jahr noch geschmeidiger laufen. Foto: OnePlus

Schon das OnePlus 7 mit 90-Hz-Schirm bekam 2019 exzellente Kritiken. Und beim Nachfolger soll’s dieses Jahr noch geschmeidiger laufen. Foto: OnePlus

Apple meldet MacBook Pro mit Top-Tastatur an

Auf diese Nachricht haben viele Apple-Fans gewartet. Nachdem der US-Konzern Ende 2019 endlich wieder ein MacBook Pro mit vernünftiger Tastatur veröffentlicht hatte, sollen nun weitere Apple-Laptops das neue „Magic Keyboard“ erhalten. Der Marktstart könnte bereits in den nächsten Wochen erfolgen. Denn Apple hat gerade ein neues, bisher unbekanntes MacBook mit der Modellnummer A2289 bei der euro-asiatischen Zulassungsbehörde EEC angemeldet. Deren Genehmigung ist die Voraussetzung für den Verkauf neuer Hardware.

Beim neuen MacBook Pro dürfte es sich um den Nachfolger des aktuellen 13-Zoll-Modells handeln, das erneut mit 13-Zoll-Display oder sogar mit 14 Zoll erscheinen könnte. Zur Erinnerung: In den letzten Jahren hatte Apple viele Kunden mit so genannten Butterfly-Tastaturen verärgert, die laut klapperten und ein schlechtes Schreibgefühl boten – ein zu hoher Preis für minimal dünnere MacBooks. Beim 16-Zoll-Pro ist Apple Ende letzten Jahres erstmals zum bewährten Scheren-Mechanismus zurückgekehrt, und hat dafür viel Lob von Kritikern und Käufern erhalten. Die neuen Tastaturen sollen nun nach und in allen Modellreihen eingeführt werden.

Das Tastengebet wurde erhört: MacBooks bekommen wieder erstklassige Keyboards. Foto: Apple

Das Tastengebet wurde erhört: MacBooks bekommen wieder erstklassige Keyboards. Foto: Apple

Morgen kommt der neue Windows-10-Browser

Microsoft erlebt eine ereignisreiche Woche. Heute endet über zehn Jahre nach der Veröffentlichung offiziell die Unterstützung von Windows 7. Viele Millionen Rechner, die weltweit immer noch das veraltete Betriebssystem verwenden, bleiben ab sofort auch bei schweren Sicherheitslücken ungeschützt, weil Microsoft keine Patches mehr bereitstellt. Wer jetzt noch mit Windows 7 surft, lebt also höchst gefährlich. Experten rechnen mit einer Welle von Hackerangriffen.

Morgen erscheint dann offiziell der neue Browser Edge Chromium für Windows 10 ab Build 1803. Er basiert erstmals nicht mehr auf einer Microsoft-Eigenentwicklung, sondern auf Googles Open-Source-Technik Chromium, die auch Konkurrenten wie Brave oder Opera einsetzen. Der neue Edge ist seinem Vorgänger in Sachen Geschwindigkeit, Komfort und Sicherheit deutlich überlegen. Microsoft will ihn in den nächsten sechs Wochen nach und nach automatisch für alle Nutzer bereitstellen. Wer – beispielsweise für Testzwecke – den alten Edge behalten will, kann bei Microsoft ein Toolkit herunterladen, das die Aktualisierung verhindert.

Der Edge für 2020: Morgen kommt Microsoft mit dem neuen Browser um die Ecke. Foto: Microsoft

Der Edge für 2020: Morgen kommt Microsoft mit dem neuen Browser um die Ecke. Foto: Microsoft

Fake-Schnee im Weißen Haus

Das Weiße Haus schafft es erneut meisterlich, die Internet-Nutzer zu verwirren. Am Wochenende hatte „The White House“ (@WhiteHouse) ein Bild des Präsidentensitzes mit Schneeflocken und dem Text „Der erste Schnee des Jahres“ getwittert. Zum Zeitpunkt des Postings hatte es in Washington allerdings 21 Grad Celsius – und zwar 21 Grad plus, und nicht 21 Grad minus. Von Frau Holle somit keine Spur.

Der Fake-Schnee sorgte für viel Belustigung unter den Twitter-Usern. Motto: „Müsst ihr eigentlich über alles lügen?“ Auflösung des Rätsels: Das Bild stammt vom 7. Januar, als es in Washington tatsächlich schneite. Die Trump-Administration postete das Foto aber erst Tage später, als sich der Winter längst wieder verabschiedet hatte. Aktualität scheint nicht die Stärke des (Schnee)weißen Hauses zu sein.

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Autor:

Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.