Auch YouTube setzt verstärkt auf Live-Inhalte, gerade zu Silvester, wo keine realen Partys stattfinden können. Nach Live-Events mit AnnenMayKantereit, Cro oder James Hersey startet am 31. Dezember Robin Schulz auf YouTube durch. Wie der zu Google gehörende Konzern angekündigt hat, bietet das Videoportal "eine große Show von sechs Top DJs live auf YouTube! Unter dem Motto ‚Robin Schulz & Friends‘ streamt der populäre DJ Robin Schulz auf seinem YouTube-Kanal (3,2 Mio. Abonnenten) am 31. Dezember von 18 bis 24 Uhr live." So kommt die Party daheim doch noch in Schwung. Aber bitte mit Mindestabstand und streng limitierter Gästezahl.

 

Länger Updates für Android-Handys

Gute Nachricht für Android-User. Viele Smartphones mit dem Android-Betriebssystem werden häufig nur ein Jahr mit (Sicherheits-)Updates versorgt. Bei künftigen Android-Handys wird es besser laufen. Vier ist die magische Zahl: Google und Chiphersteller Qualcomm garantieren, dass es für ein künftiges Gerät mindestens vier neue Android-Versionen und vier Jahre Sicherheits-Updates geben wird, berichtet futurezone. Es profitieren alle Android-Smartphones mit Snapdragon-Chips "888" von Qualcomm. Sie erhalten Android 11 bis 14. Ob auch andere Chiphersteller – wie Samsung mit seinem Exynos – in Zukunft diesen neuen Weg einschlagen, ist aber ungewiss.

Zum Vergleich: Apples Update-Politik ist deutlich großzügiger. Im Schnitt erlaubt der Konzern das Aufspielen neuer Betriebssystem-Versionen für bis zu fünf Jahre alte Geräte. Die Nutzerbasis von iOS 14 wächst daher aktuell weiter rasant. Demnach ist es jetzt auf 81 Prozent der iPhones aus den letzten vier Jahren installiert. 72 Prozent aller Geräte überhaupt nutzen das neueste iOS 14. Beim iPad liegen die Zahlen leicht darunter: Das System ist auf 75 Prozent der Tablets der letzten vier Jahre aktiv und auf 61 Prozent aller iPads überhaupt. Insgesamt ist der Vorgänger iOS 13 nur noch auf 18 Prozent aller iPhones und 21 Prozent aller iPads installiert.

Tagesschau.de mit Redesign

Die Marke Tagesschau soll moderner werden. Daher erhalten die Website und die App der Tagesschau ein neues Design. Die Entwickler arbeiten aktuell noch daran, die Site zu verbessern. Das zukünftige Design, das deutlich heller und luftiger daherkommt und weniger Texte, aber dafür mehr Videostreams bietet, ist aktuell bereits zum "Vorabgucken" als Beta gestartet. Die Macher erklären: "Wir wollen vor allem hinsichtlich der steigenden mobilen Nutzung unserer Website die Übersichtlichkeit verbessern, während wir gleichzeitig den Zugang zu einordnenden Analysen, Hintergründen und Kommentaren aus unseren Ressorts Inland, Investigativ, Ausland und Wirtschaft erleichtern. Video- und Audio-Inhalte wollen wir zeitgemäßer präsentieren und die Inhalte unserer starken Partner in der ARD – beispielsweise den Landesrundfunkanstalten, dem ARD-Hauptstadtstudio und dem ARD-Korrespondentennetz – noch besser herausstellen." Außerdem soll die Börsenberichterstattung in den Anwendungen ausgebaut werden. Die neue „Tagesschau“ wird Anfang des nächsten Jahres für alle Nutzer ausgerollt. Bis dahin soll es noch kleinere Anpassungen geben. Daher bitten die Entwickler auch um Feedback der Beta-Nutzer. Dieses kann an mailto:webmaster@tagesschau.de gesendet werden.

So zeigt sich Beta-Version der neuen Tagesschau-Website am heutigen Montag.

So zeigt sich Beta-Version der neuen Tagesschau-Website am heutigen Montag.

Bizarrer Masken-Streit in Disney World

Trotz Corona-Pandemie geht der Betrieb im US-Vergnügungspark Disney World, wenn auch eingeschränkt, weiter. Das hat auch Auswirkungen auf die digitalen Fotos, die Disney bei den Fahrgeschäften schießt und am Ende des "Rides" als Souvenir verkauft. Aber wie im richtigen Leben tragen nicht alle Besucher Masken. So entschloss sich der Disney-Konzern Buzz, bei der Fahrattraktion "Buzz Lightyear Space Ranger Spin" im Magic Kingdom und bei der "Dinosaurier-Fahrt" in Animal Kingdom die Digital-Fotos nachträglich mit Photoshop zu bearbeiten. Bizarre Idee: Besuchern ohne Maske wurde digital eine fürs Foto verpasst – was für Proteste bei Touristen gesorgt hat. Maskengegner sahen offenbar ihre Rechte verletzt. Umgekehrt sollen sich Maskenträger über -verweigerer beschwert haben. Disney erklärte jetzt laut Portal WDWNT, die Aktion sei lediglich ein Test gewesen. Man habe die Bildbearbeitung wieder eingestellt, erwarte aber dennoch das Maskentragen im gesamten Park. Einzige Ausnahme: Beim Essen und Trinken könne der Mund-Nase-Schutz für kurze Zeit entfernt werden.

Damit wünsche ich einen geschützten Montag, bis morgen bei TechTäglich – dann wieder mit meinem maskierten Kollegen Jörg Heinrich.



Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.