Apple verteilt iPhones an Hacker

Das Thema Sicherheit liegt Apple seit Langem am Herzen. Auf der letzten "Black Hat"-Hackerkonferenz hatte der Konzern angekündigt, ein Bug-Bounty-Programm aufzulegen. Hacker und Sicherheitsexperten sollten gegen Bezahlung die Gelegenheit erhalten, Sicherheitslücken frühzeitig aufzudecken und an Apple zu melden. Das Programm ist jetzt gestartet: Apple hat speziell präparierte iPhones an Hacker verteilt, die damit weiterreichende Systemzugriffe als normale User erhalten. So lassen sich über die System-Shell Zugriffsrechte modifizieren oder die Hacker installieren ihre eigene Sicherheitssoftware. Apple verleiht die "Opfer-iPhones" für 12 Monate an Interessierte, die Geräte, SRDs (Security Research Devices) genannt, bleiben aber Eigentum von Apple. Apple untersagt die normale Nutzung der Geräte im Alltag. Und auch nicht jeder Interessierte kann sich ein solches Gerät leihen. Zuvor muss ein Nachweis erbracht werden, dass der Nutzer relevante Erfahrungen im digitalen Sicherheitssektor gesammelt hat.

Sicherheit geht vor: Hacker überprüfen iPhones jetzt über spezielle Zugriffsrechte auf Bugs.

Sicherheit geht vor: Hacker überprüfen iPhones jetzt über spezielle Zugriffsrechte auf Bugs.

 

Telekom LTE-M: Neues Netz für IoT

Ein neues Funknetz der Deutschen Telekom ist an den Start gegangen. LTE-M ist deshalb bemerkenswert, weil es speziell auf die Nutzung von IoT (Internet of Things) ausgerichtet ist. LTE-M konzentriert sich komplett auf die Nutzung mit IoT-Geräten. Der Ausbau in Deutschland ist bereits abgeschlossen, in anderen Ländern wird die Nutzung ebenfalls bald möglich sein. LTE-M-Roaming wird über eine Partnerschaft mit Orange bald in Belgien möglich sein. In Frankreich stehen ebenfalls schon spezielle Tarife für LTE-M bereit.

Dank des niedrigeren Energieverbrauchs eignet sich LTE-M gut für kleine Geräte. Auch die Kosten sind günstiger. Als Anwendungsfälle nennt die Deutsche Telekom unter anderem Drohnen, Smart Home und Smart Cities. Gebucht werden kann ab sofort. Los geht es ab 7,95 Euro, die Zubuch-Optionen beginnen bei 3,98 Euro.

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IFA: Neue Details zur "2020 Special Edition"

Wird die "Special Edition" der IFA 2020 trotz Corona ein Erfolg? Die Berliner Messe-Macher laden vom 3. bis 5. September im Rahmen der gebotenen Abstandsregeln zu einer Kurzversion der Internationalen Funkausstellung ein. Es wird ein B2B-Kern-Event mit anschließender digitaler Verlängerung im Netz. Allerdings: Prominente Hersteller wie Samsung bleiben der Messe diesmal fern und produzieren in der Regel eigene digitale Konferenzen im Netz. Doch die IFA-Bosse legen sich mächtig ins Zeug, dass Fachbesucher und Medien dennoch nach Berlin reisen. Aktuell geht die Registrierung auf die Zielgerade – mit neuen Details: Versprochen werden Keynotes, Pressekonferenzen, IFA Conventions und Produktausstellungen. IFA-Direktor Dirk Koslowski sieht positive Signale und "Freude auf das bevorstehende Treffen". Er glaubt trotz Corona-Angst an das Momentum der IFA: "Wir können und wollen der Industrie und dem Handel dabei helfen, neue Produkte und Innovationen zu kommunizieren und die Konsumenten zu erreichen. Als langjähriger Messeveranstalter sind wir davon überzeugt, dass unser Konzept der IFA 2020 Special Edition allen Beteiligten eine erfolgreiche und gleichzeitig sichere Teilnahme ermöglicht."

Die Aussteller-Liste kann sich trotz der diversen Absagen sehen lassen. Bisher nehmen teil: Ataraina/Creative Technology, AVM, Bissell, Bleu Jour, BSH, ECOVACS, GN Hearing, Haier, HONOR, Huawei, JVC Kenwood, LG, Miele, Neato Robotics, Qualcomm, Realme, Satisfyer, Schneider Electric, Shelly/Allterco, TCL, TP-Link, TUYA und Wessel-Werk. Wer sich vorab registriert, profitiert auch von der "Digitalen Verlängerung der IFA" im Netz, die nach dem 5. September als "IFA Xtended Space" läuft.

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Samsung flippt bei 5G aus

Samsung hat eine neue Version des Galaxy Z Flip angeteasert. Bei dem Gerät handelt es sich um die zweite Auflage des Flip-Smartphones mit klappbarem Display. Neu ist ein aktualisiertes Chipset. In der frischen Generation verbaut Samsung einen Snapdragon 865 Plus. Dieser Prozessor ist nicht nur schneller, sondern unterstützt auch 5G. Nutzer können so noch schneller im Internet surfen bzw. Firmenmitarbeiter können schneller im IoT unterwegs sein. Die Südkoreaner versprechen 8 GB RAM und ein hochauflösendes 6,7"-Display. Als Verkaufsstart wird der 7. August genannt. Am 5. August ist dazu ein "Unpacked"-Event geplant. Einen offiziellen Preis gibt es noch nicht. Der Vorgänger kostet auf Samsungs Website 1442 Euro.

Vorreiter bei 5G: Das Flip Z bekommt rund einen Monat vor dem neuen iPhone den schnellen Funkstandard.

Vorreiter bei 5G: Das Flip Z bekommt rund einen Monat vor dem neuen iPhone den schnellen Funkstandard.

Damit wünsche ich, dass am Wochenende alles klappt. Bis Montag bei TechTäglich.



Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.