Aufrollbarer LG-TV startet in Deutschland

Es gibt sie noch, die TV-Revolutionen. Ab sofort lässt sich der aufrollbare Fernseher LG Signature OLED R auch in Deutschland bestellen. Das 2021er-Modell kostet schlappe 74.500 Euro – und damit deutlich mehr als ein Kleinwagen. Bei Händlern ist das Gerät noch nicht erhältlich, nur auf einer speziellen Webseite von LG können Sie über eine eigens eingerichtete Mailadresse ordern: OBS-store@lge.de – falls Sie das nötige Kleingeld haben. Die Technik kam bisher nur in Südkorea, dem Heimatmarkt von LG, zum Einsatz. Erste Konzepte hatte der Konzern bereits 2019 auf der Technikmesse CES in Las Vegas gezeigt: Der LG OLED TV R sieht auf den ersten Blick nach einem normalen Fernseher aus. Allerdings kann er zusammengerollt werden. Per Knopfdruck wird er, ähnlich wie Jalousien, ein- und ausgefahren. 

Der monströse Fernseher bietet einen 65"-4K-Bildschirm und ein Dolby-Atmos-Speaker-System. LG gibt an, das Gerät lasse sich bis zu 50.000 Mal ein- und ausrollen. Das Unternehmen verspricht: "Der SIGNATURE OLED R TV ist ein maßgeschneidertes Kunstwerk für Ihren Luxus-Lifestyle. Ein TV, der auftaucht, wenn Sie ihn brauchen, und wieder verschwindet, wenn er nicht mehr benötigt wird. Der Bildschirm lässt sich auf drei unterschiedliche Höhen aufrollen – jede mit einem einzigartigen Zweck und einem stilvollen Look, der Ihren Wohnräumen das gewisse Extra verleiht."

Comeback von Flappy Bird

Am 9. Februar 2014 flog "Flappy Bird" aus Apples und Googles App Store – viele hofften: für immer. Der flatternde Vogel, der mit einem simplen Klick gesteuert wurde, machte Millionen Menschen an ihren Rechnern und Mobilgeräten süchtig. 2013 hatte der vietnamesische Developer Dong Nguyen das Klo-Spiel erfunden und damit Berühmtheit erlangt. Das eintönige, aber kultige "Flappy Bird" feiert jetzt unverhofft ein Comeback – dank eines findigen Entwicklers. Der Hobby-Hacker hat das Spiel, das aufgrund tausender Klone und der Suchtgefahr schon 2014 aus den App Stores entfernt worden war, über den Umweg der macOS-Push-Benachrichtigungen zurück auf den Mac gebracht. Die Benachrichtigungen leisten mehr als nur auf Termine oder neue Mails hinzuweisen: Auch kleine Spiele lassen sich dort platzieren. 

Neil Sardesai zeigt auf Twitter, wie das funktioniert. Die Basics des Spiels stammen von der Flappy-Bird-Website, wo der Titel zumindest noch online gespielt werden kann. Sardesai erklärt, dass die benötigten Schnittstellen in macOS Big Sur hinzugefügt wurden, aber es in der Programmierumgebung Xcode keine Beispiel-Projekte gebe. Also musste ein kleiner Hack her, den der Entwickler auf Twitter eindrucksvoll demonstriert. 

Kleinster Stift der Welt schreibt ewig

Jetzt gehen wir stiften: Ab sofort lässt sich der kleinste Stift der Welt, ForeverPen genannt, vorbestellen. Eine Weltneuheit und unser Gadget der Woche. Wer lieber auf Tradition als auf Stylus und Pencil Wert legt, erhält für rund 25 Euro (29 US-Dollar) ein Stiftgehäuse aus Titan fünften Grades mit einer Spitze aus Silber. Der knapp 2,6 cm große Stift ist tintenlos und schreibt damit ewig. Die Idee stammt von der Firma World's Tiniest. Für die Produktion des Stiftes wurden zunächst verschiedene antike Schreibtechniken untersucht. Die Silberstifttechnik, schon in der Renaissancezeit bevorzugt vom Hochadel genutzt, erwies sich als beste Grundlage für das Gadget. Auf Silberbasis wurde eine widerstandsfähige Spitze hergestellt. Sie hält länger als 500 normale Stifte. Der Stift ist wischfest, kann unter Wasser gehalten werden und schreibt sogar, wenn er auf dem Kopf steht. Die Entwickler verbauen auch eine Öse für Karabiner und Schlüsselanhänger. So ist der ForeverPen auch portabel.

Lego-Sportschuh von Adidas

Adidas hat sich mit LEGO zusammengetan: Die neue Version des "Ultraboost DNA", "Lego Plates" genannt, erlaubt das Bauen von Lego direkt auf den Schuhen. Auf der Oberfläche befinden sich die von den Klötzchen bekannten Noppen an der Stelle des Adidas-Emblems. Die Lego-Platten werden in vier Farben mitgeliefert. Auch die Innensohlen zieren Lego-Noppen. Sieht gut aus, praktisch ist das aber nur bedingt, da bei einer sportlichen Betätigung durchaus die Gefahr besteht, dass die Steine abfallen. Über zwei Reihen mit je sechs Löchern lassen sich die Laufschuhe individuell anpassen. Die Trophäe fürs Schuhsammler-Regal ist stark nachgefragt. Im Adidas-Shop wird der Treter aktuell für 160 Euro gelistet. Die erste Tranche ist ausverkauft, Nachschub soll in Kürze folgen. 

Damit wünsche ich einen sportlichen Dienstag, morgen läuft hier wieder der Kollege Jörg Heinrich zu bester News-Form auf.



Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.