In einem Tweet zur Absage schreibt Sony: "Wir wissen zwar, dass Spieler auf der ganzen Welt gespannt sind, PS5-Spiele zu sehen. Aber wir haben das Gefühl, dass jetzt nicht die Zeit zum Feiern ist. Deshalb wollen wir uns derzeit zurückhalten und wichtigere Stimmen zu Wort kommen lassen." Mit der an sich durchaus verständlichen Absage heizt Sony dennoch Spekulationen an, dass die Entwicklung der PlayStation 5 und der dazugehörigen Spiele weiterhin nicht planmäßig läuft – und dass der japanische Konzern nun einen willkommenen Anlass gefunden hat, die Karten erneut nicht aufdecken zu müssen.

 

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Wegen Trump: Facebook-Streik gegen Zuckerberg

Während sich Twitter mittlerweile offen gegen den US-Präsidenten stellt, darf Donald Trump seine unsäglichen Posts auf Facebook weiter ungehindert verbreiten. Denn Konzernchef Mark Zuckerberg ist der Meinung, dass "private Unternehmen nicht bestimmen sollten, was Menschen online sagen dürfen". Er will die aktuellen Unruhen in den USA offenbar dazu nutzen, die Beziehungen von Facebook zum Weißen Haus weiter zu verbessern. Dagegen regt sich unter den Mitarbeitern des Netzwerks nun aber Widerstand. Wie die New York Times berichtet, ist es bei Facebook aus Protest gegen Zuckerberg nun zum ersten virtuellen Streik der Unternehmensgeschichte gekommen.

Viele der Mitarbeiter, die sich nach wie vor im Home Office befinden, haben sich demnach für einen Tag von den Facebook-Systemen abgemeldet und in ihren E-Mails Abwesenheitsnotizen eingerichtet. Darin heißt es, dass sie aus Protest nicht an ihren Arbeitsplätzen erreichbar sind. Der Zuckerberg-Streik wird von mehreren namhaften Facebook-Mitarbeitern angeführt. So schreibt Designchef Andrew Crow ausgerechnet bei der Konkurrenz von Twitter: "Das Zensieren von Informationen, die den Menschen helfen könnten, das Gesamtbild zu sehen, ist tatsächlich falsch. Aber eine Plattform zu bieten, um zur Gewalt aufzustacheln und Desinformationen zu verbreiten, ist inakzeptabel – unabhängig davon, von wem der Aufruf stammt, oder ob er einen Nachrichtenwert besitzt. Ich bin mit Marks Position nicht einverstanden und werde mich dafür einsetzen, dass sich etwas ändert." Ingenieurin Lauren Tan hat auch eine Botschaft an ihren Chef Zuckerberg: "Facebook weigert sich, Trumps Posts, die zur Gewalt aufrufen, vom Netz zu nehmen – ich schäme mich, hier zu arbeiten. Wer schweigt, macht sich zum Komplizen."

 

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Polizei-App jetzt die Nr. 1 in den USA

Die Unruhen und Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus, die nach dem Tod von George Floyd seit Tagen die USA erschüttern, wirken sich nun auch auf die App-Charts aus. Seit dem Pfingstwochenende ist der 4,99 Dollar teure 5-0 Radio Police Scanner die meistverkaufte bezahlte iOS-App in den USA. Die werbefinanzierte Version der App liegt in den Gratis-Charts auf Rang zwei – vor dem millionenfach geladenen TikTok. Auch weitere Polizei-Apps, mit denen sich die Arbeit und der Funkverkehr der Einsatzkräfte verfolgen lässt, sind in die Top 10 eingestiegen.

Der Anbieter beschreibt die Funktionen von "5-0 Radio Police Scanner" so: "Seien Sie der Erste, der von Hurrikanen, Tornados, Überschwemmungen, Schießereien, Aufständen, Plünderungen, Protesten, Erdbeben, Bombenanschlägen, Terroranschlägen, Strahlung, nuklearem Fallout, Ausbrüchen, biologischen oder chemischen Angriffen und Verbrechenswellen in Ihrer Nähe erfährt." Um nicht abgehört zu werden, nutzen Bürger und Aktivisten in den USA außerdem zunehmend verschlüsselte Apps für ihre Kommunikation. So wurde allein der Messenger "Signal" am Wochenende 37.000 Mal geladen, laut Mashable ein neuer Rekord für das Programm.

Proteste gegen Polizeigewalt in den USA sorgen für einen Boom von Apps wie "5-0 Radio Police Scanner".

Proteste gegen Polizeigewalt in den USA sorgen für einen Boom von Apps wie "5-0 Radio Police Scanner".

Corona-Schutz: Der erste Aufzug mit Fuß-Bedienung

Angesichts der Partyszenen vom Rave am Berliner Landwehrkanal am Pfingstwochenende könnte man es beinahe vergessen – aber Corona ist immer noch da. Eine Mall in der thailändischen Hauptstadt Bangkok will das Sicherheitsgefühl ihrer Kunden jetzt verbessern, und hat ihre Aufzüge auf Fuß-Bedienung umgestellt. Sowohl außen, um den Aufzug anzufordern, als auch innen, um ein Stockwerk auszuwählen, kommen nun Pedale zum Einsatz.

So müssen Kunden und Mitarbeiter nicht mehr mit den Fingern auf möglicherweise verschmutzte Knöpfe drücken, auf denen sich Keime oder gar Viren breitgemacht haben. Ein Video von Reuters zeigt den neuartigen Pedalaufzug und seine begeisterten Nutzer. Eine Kundin der Mall lobt: "Ich fühle mich jetzt viel sicherer. Wir müssen ja ständig unsere Hände benutzen, um zu essen oder etwas anzufassen. Da ist es gut, wenn wir hier den Aufzug mit den Füßen bedienen können."

 

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Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.