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Eklat:
André Kemper und die Opernball-Schlägerei

Opernball und Prügelei  - das passt eigentlich nicht zusammen. Außer man provoziert André Kemper, den bekannten Top-Werber und Thjnk-Gründer. Mit seinem Faustschlag gegen einen pöbelnden bayerischen Geschäftsmann könnte er richtig berühmt werden.

Text: Markus Weber

28. Februar 2014

Wiener Opernball und Prügelei  - das passt eigentlich nicht zusammen. Außer man provoziert André Kemper, den bekannten Top-Werber und Thjnk-Gründer. Mit seinem Faustschlag gegen einen pöbelnden bayerischen Geschäftsmann schaffte es der 50-jährige Kreative über Nacht in die großen Boulevard-Medien sowohl in Deutschland als auch in Österreich. Kemper bestreitet auf Anfrage von W&V Online nicht, dass es sich bei dem Mann, der sich gegen die Provokationen gewehrt hat, um ihn handelt. Weitere Stellungnahmen zu dem Vorfall lehnt er aber ab.

Auf den Bildern und einem entsprechenden Youtube-Mitschnitt ist Kemper an der Seite des Fernsehmoderators Johannes B. Kerner zu sehen. Kerner hatten auch die Provokationen des Gastes gegolten. Doch als dieser sein Sektglas in Richtung von Kempers Rücken ausschüttete, platzte dem Werber offenbar der Kragen. Im Zuge einer Rangelei versetzte Kemper dem offenbar angetrunkenen Provokateur einen Schlag in die Kinngegend, der zu einer blutenden Wunde führte. Das Drama spielte sich direkt vor der Loge des Wiener Baulöwen Richard "Mörtel" Lugner ab, der an diesem Abend das bekannte US-Model und Fernsehstar Kim Kardashian bei sich zu Gast hatte. Da hatte Lugner wohl einiges zu erklären.

Die Polizei hat bereits Ermittlungen wegen des Verdachts auf Körperverletzung aufgenommen. Hierfür würden "alle Zeugen, die uns zur Verfügung stehen befragt sowie das vorhandene Bild- und Filmmaterial ausgewertet", zitiert die Nachrichtenagentur dpa einen Polizeisprecher. "Wir finden den Vorfall äußerst bedauerlich", meinte ein Sprecher der Wiener Staatsoper zu der Prügelei. Juristisch könnte Kempers Ausraster möglicherweise sogar als Notwehr durchgehen. Dennoch kommt der Vorfall und die damit verbundenen Schlagzeilen für den Werber zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Der Kreative befindet sich derzeit im Streit mit seinen Thjnk-Gründungspartnern: Es geht um die Modalitäten seines Ausstiegs. Kemper plant offenbar, für die Betreuung des Autokunden Opel künftig mit Scholz & Friends gemeinsame Sache zu machen. (mw/dpa)

Auf Tumblr gibt es zu dem Vorfall bereits einen Parodieblog: Andre Kemper punching at Things


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Autor: Markus Weber

Markus Weber ist seit 20 Jahren Mitglied der W&V-Redaktion. Als Nachrichtenchef ist er für die aktuellen Themen auf wuv.de zuständig. Darüber hinaus ist er innerhalb der Redaktion der Themenverantwortliche für "CRM & Data". Aufgewachsen ist Markus auf einem Bauernhof im Württembergischen Allgäu. Mit fünf Geschwistern.


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