Die verbaute 12-MP-Kamera: bisher schwammig, wenngleich Apple ein Update verspricht. Immerhin. Allerdings fragen sich Nerds: Warum bietet die Kamera zu diesem Preis nicht gleich ein perfektes Bild? Hat das kein Vorabtester in Cupertino bemerkt? Etwas gaga. Nicht nur dieser Fact...

Auf dem Display läuft iOS 15.4, obwohl es kein Smartphone ist. Seltsam! Und die 64 GB Speicher, die integriert sind? Der Monitor selbst benötigt nur zwei GB. The Verge ironisch: "Braucht das Studio Display 64 GB Speicherplatz? Offensichtlich nicht. Aber es ist möglich, dass es für Apple billiger war, einen seiner meistproduzierten Chipsatz-SKUs für den A13 wiederzuverwenden, anstatt ein brandneues Modell mit weniger Speicher speziell für das Studio Display zu entwickeln."

Auch die Optik ist so gar nicht Apple-like, befanden die Tester der Macworld: "Die Ränder könnten dünner sein, der Standfuß könnte dünner sein, das Kabelmanagement könnte eleganter sein. Abgesehen von dem Logo auf der Rückseite gibt es nichts, was nach Apple schreit." Deren Gesamturteil: "Das Studio Display von Apple ist ein faszinierendes Gerät mit vielen Frustrationen."

Da wundert es dann auch nicht, wenn statt eines günstigen Standard-Stromkabels von Apple ein eigener Stecker verwendet wird. Dieser ist schwerer austauschbar und kann nicht so einfach vom Kunden selbst repariert werden. Durch das Stecker-Design ist es außerdem aufwändiger, das Kabel zu entfernen. Das Spezial-Werkzeug zum Entfernen des Kabels vom Display liegt nur in Apples Reparaturwerkstätten. 

Insider munkeln, dass der Konzern wegen der Größe des Displays kein Standard-Kabel verwenden wollte. Einfach austauschbare Kabel müssen zertifiziert werden. Um sich diesen Weg zu sparen, habe der Konzern das Kabel einfach "fester" verbaut.

Einfach alles irre an diesem Display, Apple!

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Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.