Cannes 2009: Design mit 22 Löwen-Hoffnungen
In der Kategorie Design können sich die Deutschen behaupten. 22 deutsche Arbeiten haben es auf die Shortlist geschafft.
Der zweite Tag in Cannes und langsam kommt das Festival ins Rollen. Die Croisette wird morgens zwischen halb sieben und halb acht zur Autobahn für die Jogger, die ersten Löwen werden stolz in den Fluren und vor dem Palais du Festival präsentiert, es wird voller in den Konferenzräumen und auf den Straßen. Nach einer halbwegs erfolgreichen Montagabend, der mit zwei silbernen und neun bronzenen Löwen für die Deutschen zuende ging, stehen auch die Hoffnungen heute nicht schlecht. Vergeben werden Dienstagabend ab 19 Uhr die Radio-, Outdoor- und Medialöwen.
Erst am Mittwoch sind die Verleihungen der Löwen in den Kategorien Cyer, Press und Design dran. Doch die Shortlists stehen bereits. In der Kategorie Design können sich die Deutschen nach wie vor behaupten. 22 der deutschen Arbeiten haben es auf die Shortlist geschafftt, gerade einmal sieben weniger als im vergangenen Jahr. Eine akzeptable Quote, wenn bedenkt, dass auch eine Reihe weniger Arbeiten nach Cannes geschickt wurden. 138 Arbeiten waren es in diesem Jahr, 154 immerhin noch im vergangenen Jahr, als die Kategorie das erste Mal auf dem Festival-Programm stand. Acht Löwen waren es dann am Ende für die Deutschen.
In diesem Jahr machen sich vor allem Kreativagenturen auf einen Design-Löwen Hoffnung. Die Cannes-Shootingstars Lukas Lindemann Rosinski machen sich genauso Hoffnungen wie auch TBWA; Butter, Scholz & Friends, Serviceplan, Gürtlerbachmann, Jung von Matt, Ogilvy und Kolle Rebbe. Und natürlich haben es die als Favorit geltenden Kreativen von Art+Com mit ihrer „Kinetic Scuplture“ für das BMW-Museum in Zürich auf die Shortlist geschafft. Die Installation konnte zuletzt unter anderem auf dem ADC überzeugen und hat schon im Vorfeld die internationalen Werber beeindruckt.
Erfreulich, dass auch Design-Agenturen Platz auf der Shortlist finden, denn obligatorisch sind die verschiedenen Kategorien in Cannes verstärkt von klassischen Agenturen in Beschlag genommen. So freuen sich Edenspiekermann, KMS, dyrdee Media, Gregor Aigner und Das Comitee auf einen Shortlistplatz und machen sich Hoffnungen auf einen Löwen. Mirko Borsche von Bureau Mirko Borsche vertritt Deutschland in der Design-Jury. (lhe)