Cannes 2009: Nur zehn Arbeiten auf der Promo-Shortlist
Die bisherige Ausbeute der deutschen Arbeiten ist ein Armutszeugnis. Von 154 eingereichten Bewerbungen haben es nur zehn auf die Shortlist geschafft.
Die Krise manifestiert sich an den Promo-Lions. Lediglich zehn der 154 eingereichten deutschen Arbeiten haben es im diesen Jahr auf die Shortlist geschafft – ein Armutszeugnis, wenn man die letztjährigen Zahlen bedenkt. Damals sicherten sich 28 Arbeiten einen Platz in der Endrunde und am Ende konnten sich deutsche Werber über sechs Löwen freuen.
Das wird in diesem Jahr kaum möglich sein. Zwar sind die Deutschen mit Abstand Einreichungsweltmeister, können das nach Meinung der Jury aber offensichtlich nicht qualitativ bestätigen. Johannes Milla, CEO und CCO von Milla und Partner sitzt in der Promo-Jury, im letzten Jahr hatte Armin Jochum, mittlerweile bei Jung von Matt, den Juryvorsitz der Promo-Lions innegehabt.
Dafür steht mit dem „Impossible Goalkeeper“ von TBWA Germany (180/TBWA) Berlin für den Kunden Adidas ein echter Löwen-Kandidat auf der Shortlist. Auch Serviceplan, Springer & Jacoby, Ogilvy,Lukas Lindemann Rosinski, Kolle Rebbe und DDB können sich noch Hoffnungen auf einen der begehrten Preise machen.
Schon immer waren die Deutschen eifrig dabei, wenn es darum ging, sich um einen der Promo-Preise zu bewerben. Im vergangenen Jahr führten deutsche Agenturen die Shortlist mit 221 Einreichungen weit vor den USA (2008: 120 Arbeiten, 2009: wieder an zweiter Stelle mit 104 Einreichungen) an. (lhe)