"Wir haben noch zuwenig Mut", kritisiert Lindemann das Abschneiden der Deutschen. In Deutschland sei es fast nicht möglich, den Kunden Ideen zu verkaufen, die nicht getestet werden können und bei denen man im Vorfeld nicht sagen könne, ob sie überhaupt funktionieren. Die Schuld darin sieht er nicht nur bei den Kunden. "Das, was zum Beispiel in den USA möglich ist, hat viel mit Vertrauen zwischen Kunde und Agentur zu tun. Daran müssen wir noch arbeiten", sagt der Chef der Hamburger Agentur Lukas Lindemann Rosinski.

Zwei Trends seien in diesem Jahr zu beobachten gewesen. Zum einen entwickelt sich die Kategorie immer weiter - vor allem die Unterkategorien Interactive Films und Other Screens hätten gezeigt, wo es mit dem klassischen 30-Sekünder hingehen kann. "Wir wollen ein Signal für die Zukunft setzen", sagt Tutssel.

Auf der anderen Seite sei es der Jury wichtig gewesen, nur Filme auszuzeichnen, die für den Kunden auch wirklich eine Relevanz haben. "Wir haben Kampagnen prämiert, die dem Kunden bei der Lösung eines Problems wirklich helfen", betont Tutssel. Und zieht das zufriedene Fazit: "This was a remarkable year für film-making."


Lena Herrmann
Autor: Lena Herrmann

Lena Herrmann ist freiberufliche Journalistin, Podcast-Redakteurin und Moderatorin. Ihr Handwerk hat sie bei W&V gelernt, wo sie Marketingthemen betreut und unter anderem die W&V-Podcasts entwickelt und betreut hat. Ihr Herz schlägt für gute und spannende Inhalte, die sie gerne erstellt, aber auch gerne dabei hilft, sie für andere sichtbar und hörbar zu machen. Als Podcast-Host sitzt sie regelmäßig vor dem Mikrofon, als Moderatorin steht sie leidenschaftlich gerne auf der Bühne.