Silber-Gewinner Serviceplan (Sanyo Video)

So auch der diesjährige Film-Grand-Prix. Er geht an Tribal DDB in Amsterdam für den interaktiven Webfilm „Carousel“ (Kunde: Philips). „Die Menschen spielen mit dem Film, bringen sich ein und setzen sich damit auseinander“, begründet Juryvorsitzender David Lubars (BBDO) das Votum der Jury. Nicht nur, weil die technischen Möglichkeiten vorhanden seien, sondern weil es gleichzeitig perfekte Unterhaltung sei, so Lubars.

„Internet-Filme waren für mich die große Entdeckung“, bestätigt Heumann (Jung von Matt) den Trend weg von den zeitlich begrenzten TV- und Kinoformaten („viele Ideen kamen einem bekannt vor“) hin zum Web als mediale Plattform. Was man bislang über Film gelernt hat, ändert sich seiner Meinung nach. Zwar muss die Idee auch heute noch in einem Satz erklärt werden, nicht aber die Umsetzung, Und: Der Film kann auch als reines Trägermedium eingesetzt und prämiert werden – sofern die Idee stimmt und er wirkt. Beispiel: Dance von Saatchi & Saatchi in London. Hier – wie auch bei anderen Kampagnen - hat der Film den Charakter einer Dokumentation. Anders als 2008 differenzierte die Jury nicht in TV/Kino auf der einen und Internet auf der anderen Seite bei der Grand-Prix-Vergabe.


Peter Hammer
Autor: Peter Hammer

Er begleitet seit vielen Jahren redaktionell die Agentur-Branche, kennt noch die Zeiten, als Werbung "sexy" war und mancher Protagonist wie ein Popstar gefeiert wurde. Das Hauptaugenmerk gilt aktuell den Themenfeldern "Agenturstrategie" sowie "Etats & Pitches". Vor allem interessieren ihn innovative Geschäftsmodelle und Konzepte, mit denen die Branche erfolgreich auf die permanenten Veränderungen in der Kommunikation reagieren kann.