Cannes-Gewinner: Deutschland beste Design-Nation
Zum ersten Mal wurden in Cannes in diesem Jahr die Design Lions vergeben. Deutschland hat mit 154 Arbeiten den größten Beitrag geleistet. Das Investment hat sich ausgezahlt. Acht Löwen gewinnen die deutschen Designer.
Der Grand Prix geht an Coca-Cola nach England (Turner Duckworth). "Die Arbeit ist einfach die beste, sie ist simpel, klar und deutlich und bewahrt dabei die Markenwerte des Unternehmens", heißt es von der Jury. Gerade letzteres sei für Design nicht immer einfach. "Denn Design muss jahrelang halten, anders als eine Anzeige oder ein TV-Spot."
Feilen müsse das Festival noch an den Unterkategorien der Design Lions. "Ich habe mich sehr dafür eingesetzt, dass Corporate Design eine eigene Rubrik bekommt", sagt Dengler. Bislang gebe es nur die Einteilungen Logo, Stationery und Poster. CD/CI sei häufig viel zu komplex, um hier Platz zu finden. "Das wird dann einfach aussortiert." Dabei müsse man doch auch würdigen, wenn ein Corporate Design geschickt über alle Kanäle durchkonjugiert werde. Die Festivalleitung wird Ende des Jahres über die Idee befinden.
Im Übrigen musste sich auch diese noch junge Disziplin über Fakes Gedanken machen. "Schon zu Beginn unserer Arbeit haben sich manche Kollegen massiv darüber aufgeregt, dass manche Agenturen einfach Printkampagnen in der Unterkategorie Poster eingereicht haben." Auch aus Deutschland waren Arbeiten darunter. Insgesamt aber ist der Designer sehr zufrieden mit Cannes, auch wenn seine eigene Agentur MetaDesign keinen Löwen gewonnen hat. "Für die Branche ist das ein guter Tag."