Cannes-Gewinner: Nur Cyber-Bronze für deutsche Agenturen
Der Tag nach der ersten richtig langen Nacht in Cannes zeigt Ernüchterungserscheinungen: Zwar können sich die Deutschen in der Kategorie Cyber über acht Löwen freuen (im vergangenen Jahr waren es nur fünf), allerdings haben sie alle die gleiche Farbe: bronze. Für silber oder gold reichte es in diesem Jahr nicht.
Der Tag nach der ersten richtig langen Nacht in Cannes zeigt Ernüchterungserscheinungen: Zwar können sich die Deutschen in der Kategorie Cyber über acht Löwen freuen (im vergangenen Jahr waren es nur fünf), allerdings haben sie alle die gleiche Farbe: bronze. Für silber oder gold reichte es in diesem Jahr nicht.
"Es hätte mehr sein können", sagt auch Friedrich von Zitzewitz von Plan.net, der als deutscher Vertreter in der Jury saß. "Es gab keine wirklich großen Cases aus Deutschland in diesem Jahr." Stattdessen heimsten Großbritannien, Japan und die USA die Preise ein: Von 14 goldenen Preisen gingen elf Löwen an die großen Drei. "Vor allem Großbritannien hat einen großen Sprung gemacht", sagt von Zitzewitz. "An denen sollten sich die Deutschen orientieren."
Zu den 14 goldenen Löwen kommen auch noch drei Grand Prix. Schon im vergangenen Jahr hatten die Juroren drei der begehrtesten Trophäen ausgelobt. Neben dem Favoriten "Uniqlock" aus Japan erhalten auch die Norweger für "Sol Comments" und die USA für "Year Zero" einen Grand Prix. "Alle Gewinnerarbeiten hat eine große kreative Idee ausgezeichnet", stellt von Zitzewitz fest. Seiner Meinung nach geht es nicht mehr darum, den "klassischen Weg" der Online-Werbung zu gehen und "Banner zu erfinden". Viel mehr gehe es auch für die Cyber-Keativen verstärkt darum, "große Geschichten zu erfinden". "Cyber gibt das alles her", so von Zitzewitz.
Das war auch der Tenor der gesamten Jury-Arbeit. "Unser Bewertungskriterium war: Welche Kampagne wollen wir als gutes Beispiel hochhalten? Welche Arbeiten halten wir als progressiv?", erklärt Jury-Präsidentin Coleen DeCourcy.