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Edelman Trust Barometer:
Die Medien stehen vor der Vertrauensfrage

Besorgniserregend: Laut Edelman Trust Barometer glauben über zwei Fünftel der Deutschen, dass Journalisten und Reporter die Menschen absichtlich mit Falschinformationen in die Irre führen wollen.

Text: W&V Redaktion

17. Februar 2021

Das Vertrauen in die Medien ist rückläufig.
Das Vertrauen in die Medien ist rückläufig.

Foto: Pexels / Caleb Oquendo

Glaubt man den Ergebnissen des Edelman Trust Barometer 2021, so haben sich die Bedürfnisse der Menschen in der Pandemie fundamental verändert. Auch, wenn es um Informationen und die Medien geht. Die Deutschen legen aktuell deutlich mehr Wert auf den Kampf gegen Falschinformationen als noch im vergangenen Jahr (+39 Punkte). Erst danach folgen unter anderem die Thematisierung von Armut im eigenen Land (+37 Punkte) und Klimawandel (+33 Punkte) oder die Verbesserung des Bildungssystems (+36 Punkte). So einige Ergebnisse der Studie, in deren Rahmen weltweit mehr als 33000 Menschen in 28 Märkten zu ihrem Vertrauen befragt wurden.

Misstrauen gegenüber Medien wächst

Die Deutschen treten Journalisten mit Misstrauen entgegen, wenn es darum geht, ob diese das Richtige tun (47 Prozent, minus 3 Punkte). Damit liegen Journalisten in Bezug auf das Vertrauen zwar noch vor den CEOs (36 Prozent, plus 3 Punkte.) und Regierungsverantwortlichen (42 Prozent, plus 8 Punkte), haben im Vergleich zum Vorjahr aber an Vertrauen eingebüßt. 

Für die Medien hierzulande haben die Befragten ein klares Feedback: 59 Prozent der Deutschen (global: 61 Prozent) empfinden, dass die Medien keinen guten Job machen, wenn es um objektive und überparteiliche Berichterstattung geht. Darüber hinaus sagen 42 Prozent (global: 59 Prozent), dass Nachrichtenorganisationen mehr damit beschäftigt sind, eine Ideologie oder politische Positionen zu unterstützen als die Öffentlichkeit zu informieren. Alarmierend: Mehr als zwei Fünftel (43 Prozent; global 59 Prozent) der Befragten sagen, dass Journalisten und Reporter die Menschen absichtlich durch falsche und übertriebene Informationen in die Irre führen wollen.


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W&V Redaktion
Autor: W&V Redaktion

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