EU-Fernsehrichtlinie kommt noch im Februar
Die Fernsehanbieter in der EU können auf neue Spielregeln hoffen, die sie im globalen Wettbewerb stärken sollen. Das ist eines der zentralen Ergebnisse eines zweitägigen Treffens der EU-Medien- und Kulturminister, das am Dienstag in Berlin zu Ende ging.
Die Fernsehanbieter in der EU können auf neue Spielregeln hoffen, die sie im globalen Wettbewerb stärken sollen. Das ist eines der zentralen Ergebnisse eines zweitägigen Treffens der EU-Medien- und Kulturminister, das am Dienstag in Berlin zu Ende ging.
In Zeiten von zunehmender Digitalisierung und technischen Neuerungen beim Fernsehen will die EU ihre fast 20 Jahre alten Richtlinien für die Branche von Grund auf überholen. EU-Medienkommissarin Viviane Reding kündigte an, bis Ende Februar einen mit dem Parlament abgestimmten Entwurf vorzulegen. "Wir haben uns auf die europäischen Grundwerte verständigt".
Die neue Richtlinie soll Fernsehanbieter beispielsweise beim Jugendschutz und der Werbung gleichstellen.
Die Platzierung von Produkten – beispielsweise von Autos oder Lebensmitteln – soll grundsätzlich und ausdrücklich in Nachrichten- und Kindersendungen verboten sein. Um Europas Anbieter im Wettbewerb mit China, Indien und den USA aber nicht zu benachteiligen und Produktplatzierung als Finanzierungsinstrument zu erhalten, sollen Ausnahmen eindeutig festgelegt und die Zuschauer entsprechend informiert werden. "Schleichwerbung ist und bleibt verboten", sagte Reding.