Doch die HuffPost muss in Deutschland auch weiter an ihren Inhalten arbeiten. Von Pulitzer-Preiswürdigem Journalismus wie in den USA ist die deutsche Ausgabe noch entfernt. Aber während in den USA rund 500 Journalisten in der Redaktion sitzen (insgesamt arbeiten 850 Mitarbeiter in den USA), sind es hier auch nur 15 Journalisten. Trotzdem sollen auch in Deutschland die Inhalte in Zukunft mehr in die Tiefe gehen und gleichzeitig ein breiteres Spektrum abdecken. Das ist jedenfalls das Ziel.

In der Vermarktung setzt die HuffPost stark auf Native Advertising. Zahlen zu Deutschland gibt das Unternehmen zwar nicht heraus, aber der Blick in die USA zeigt zumindest, wohin die Reise geht. Ein eigenes Content-Studio macht dort den Agenturen Konkurrenz, indem es an Content-Marketing-Formaten für Marken arbeitet. Auf die Trennung zur Redaktion wird dabei zwar geachtet, aber auch hier arbeiten Journalisten an den Kampagnen. Vor allem geht es um Branding-Kampagnen. Schon jetzt machen alle Formen von Native Advertising, Branded Content und Social Kampagnen rund 30 Prozent des Umsatzes in den USA aus. Dazu kommt noch die Bewegtbild-Vermarktung, die gerade noch ausgebaut wird, hier wachsen die Umsätze derzeit um 50 Prozent pro Jahr, so Maymann.


Franziska Mozart
Autor: Franziska Mozart

arbeitet als freie Journalistin für die W&V. Sie hat hier angefangen im Digital-Ressort, als es so etwas noch gab, weil Digital eigenständig gedacht wurde. Heute, wo irgendwie jedes Thema eine digitale Komponente hat, interessiert sie sich für neue Technologien und wie diese in ein Gesamtkonzept passen.