Zudem, heißt es, sei das Anzeigengeschäft derzeit auf einem guten Kurs: Das erste Halbjahr zeige einen Trend von rund zehn Prozent plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dies liege auch daran, dass das Heft inhaltlich insgesamt wieder besser werde, allen heftigen Auflagenschwankungen zum Trotz. Dass mit einem potenziellen "Focus"-Macher verhandelt wird, sei daher wohl nicht ausgeschlossen – aber dann sei Baur, dessen Vertrag erst kürzlich verlängert wurde, an dem Prozess sicher beteiligt. Eine eventuelle Konzeptveränderung in Richtung Boulevard, die unter einer möglichen Mitwirkung des "Bild"-Mannes Quoos in der Branche diskutiert wird, hält man im Verlagsumfeld jedenfalls für eher unwahrscheinlich: Das würde einfach keinen Sinn ergeben, so die Einschätzung. Auf jeden Fall würde beim Burda-Nachrichtenmagazin mal wieder eine neue Ära anbrechen.


Manuela Pauker
Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde