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Gratiszeitungen und Autowerbung: Kanzlerin unterstützt Verleger

Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt dendeutschen Zeitungsverlegern Schützenhilfe im Kampf gegen weitere Werbeverbote und Gratiszeitungen der Deutschen Post zugesagt. Auch bei den Internetplänen der Öffentlilch-Rechtlichen zeigt sie Sympathie für die Verlegerseite.

Text: W&V Redaktion

23. September 2008

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den
deutschen Zeitungsverlegern Unterstützung im Kampf gegen weitere Werbeverbote und Gratiszeitungen der Deutschen Post zugesagt. Die Pläne, innerhalb der EU Autowerbung nur in Zusammenhang mit Aussagen zum Umweltschutz zu erlauben, tut sie als "Auswüchse aus Brüssel" ab. Ebenso spricht sich die CDU-Politikerin gegen die Gratisblatt-Pläne der Post aus, die mehrheitlich dem Bund gehört. "Hier wird die Bundesregierung ihre Haltung deutlich machen", betont Merkel auf dem deutschen Zeitungskongress in Berlin.
Auch bei den Forderungen für eine Einschränkung der Internet-Aktivitäten von ARD und ZDF zeigt Merkel Verständnis für die Haltung der Verleger. Eine "Negativliste" sollte Angebote wie etwa Unterhaltung, Spiele und Kontaktbörsen auf den Internet-Seiten der Sender "von vornherein ausschließen". Stattdessen sollten nur sendungsbezogene Inhalte zugelassen werden.
Der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Helmut Heinen unterstreicht, das Internet werde für die Zeitungen immer wichtiger. Die Zahl der regelmäßigen Nutzer der Online-Zeitungen sei innerhalb eines Jahres von 14 auf 16 Millionen Menschen gestiegen, sie erreichten fast 40 Prozent der Nutzer. Die Verlage müssten im Netz ihr Angebot aus eigener Kraft refinanzieren. Eine elektronische Presse von ARD und ZDF aus Gebührengeldern dürfe es daher nicht geben, fordert Heinen erneut.
Auch bei der Beschränkung von Autowerbung sieht Heinen schwarz: Sollte sich die Autoindustrie wegen der Einschränkungen aus der Printwerbung zurückziehen, drohe der Branche ein Verlust von 500 Millionen Euro, betont der BDZV-Präsident.


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